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15 kirjaa tekijältä Alfred Kerr
Alfred Kerr verstand sich nicht nur als Theaterkritiker, sondern auch als Schriftsteller und Spracherneuerer. In seinen vielfältigen Aufzeichnungen versuchte er, sich schreibend seiner Welt zu versichern und für die Fülle des Lebens eine geeignete Sprache zu finden. Das Berlin der Jahrhundertwende, in das Kerr mit zwanzig Jahren kam, erschien ihm als ein unerschöpflicher Kosmos, den es in seiner ganzen Vielfalt zu durchmessen galt. Seine genauen Beschreibungen der Menschen und Orte rund um Berlin zeigen Kerrs große Daseinslust und Sinnenfreude, die er den Genüssen einer ?Welt im Licht? entgegenbrachte. Selbstverständlich weisen seine Aufzeichnungen auch biographische Wendepunkte aus, die erotischen Verwirrungen, das Glück und Unglück seiner zwei Ehen, und berichten von seiner Begeisterung wie auch der Mühe bei dem Verfassen seiner Kritiken.
Nach dem Ersten Weltkrieg reist der Berliner Theaterkritiker Alfred Kerr nach Amerika und Gro britannien. Kerr, der New York die "gro artigste Stadt der Welt" nennt, besucht die Broadwaytheater und die Wall Street, bestaunt die U-Bahn, den Times Square und die Grand Central Station. Er schreibt ber Eugene O'Neills Der Haarige Affe, spricht mit dem Satiriker Henry Louis Mencken, dem Eisenbahnmagnaten W. Averell Harriman - Bankpartner der Bush-Familie - und Adolph Ochs, den deutschst mmigen Verleger der New York Times. In London trifft er den Dichter George Bernard Shaw. Aber das knapp und witzig geschriebene Buch ist viel mehr als nur ein Reisebericht. Nach dem Krieg, als die Stimmung in Amerika und England gegen Deutschland extrem feindselig wurde, als deutsche Professoren gek ndigt wurden und Propagandafilme gegen Deutschland hetzten, ist Kerr auf einer Mission, die Lage zu erkunden und Verst ndnis und Hilfe f r die fragile Weimarer Demokratie zu erbitten.