Durchführungsintentionen im Kontext computervermittelter Kommunikation
Björn Hofmann
AV Akademikerverlag
2013
pokkari
Die vorliegende Studie besch ftigte sich mit der Frage, ob Zielintentionen (Locke, Shaw, Saari, & Latham, 1981) oder Durchf hrungsintentionen (Gollwitzer, 1999; Gollwitzer & Brandst tter, 1997) die Unabh ngigkeit von Entscheidungen in einem computerbasierten Asch-Paradigma st rken k nnen. Zu diesem Zweck lernten die Teilnehmer in den beiden Versuchsgruppen jeweils dasselbe Ziel ("Ich will gute Entscheidungen treffen") in Verbindung mit verschiedenen Pl nen. Der Plan in der Gruppe mit der Zielintention lautete "Ich will auf meinen ersten Eindruck vertrauen". Der Plan in der Gruppe mit der Durchf hrungsintention lautete "Wenn ich eine Entscheidung zu treffen habe, dann vertraue ich auf meinen ersten Eindruck". In der Kontrollgruppe gab es weder ein Ziel noch einen Plan. Die Leistung der Gruppe mit der Durchf hrungsintention unterschied sich nicht von der Leistung der Kontrollgruppe. Die Leistung in der Gruppe mit der Zielintention unterschied sich tendenziell von der Leistung der Gruppe mit der Durchf hrungsintention und der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zielintention im Rahmen dieser Arbeit die effektivere Strategie war, um sich gegen den Einfluss der Mehrheit zu sch tzen.