Quellenexegese aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Theologie - Biblische Theologie, Note: 1,7, Johannes Gutenberg-Universit t Mainz, Veranstaltung: Einf hrung in die Methoden biblischer Exegese, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Eine der bekanntesten Geschichten des Alten Testaments ist die Geschichte aus Gen 22, in der Gott seinen Diener Abraham dazu auffordert ihm seinen einzigen Sohn, Isaac, zu opfern. Anstandslos will Abraham Gottes Willen tun. Er nimmt seinen Sohn mit auf einen Berg, fesselt ihn dort und gerade als er ihn mit seinem Messer t ten will, f llt ihm ein Engel Gottes in den Arm. Dieser will, dass Abraham das Leben seines Sohnes verschont und zeigt ihm einen Widder, den er an dessen Statt opfern soll. Diesen Moment des Eingreifens des Engels des Herrn hielt Rembrandt in seinem Gem lde von 1634 fest und zeigt in beeindruckender Weise das eigentlich doch so brutale Handeln Abrahams, das aus dem Text in seinem vollen Ausma so nicht unbedingt herauszuh ren ist. Mehrere Punkte lassen den aufmerksamen Leser von Gen 22,1-19 stutzen: Sara, Abrahams Frau, gebar Isaac in sehr hohem Alter. Eigentlich w ren Abraham und sie nicht mehr in der Lage gewesen Kinder zu bekommen. "Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott angegeben hatte."1 Isaac war also ein Geschenk Gottes, und das fordert Gott von Abraham zur ck? Und warum sollte ein allg tiger Gott seinen Diener dazu auffordern, zu t ten was er so sehr liebt? Weiterhin fallen L cken im Text und dem weiteren Verlauf der Geschichte auf: Wie reagiert Isaac auf das Handeln seines Vaters? Was ist die Rolle Saras? Erf hrt sie davon? All diese Fragen, auch die nach Gottes Intention und Abrahams blinden Gehorsam inspirierten Theologen, Philosophen genauso wie K nstler aller Epochen. Ganze B cher besch ftigen sich mit der Schuldfrage Abrahams (Carol Delaney: Abraham on Trial, S ren Kierkegaard: Furcht und Zittern). In dieser Seminararbeit wird