Es scheint beinahe unmöglich, die auf verschiedenen Ebenen sich entfaltende Handlung bündig zu referieren, zu Grunde liegt aber auch diesem Roman die bei Dostojewski typische Fabel einer Kriminalerzählung: Die drei Söhne von Fjodor Karamasow, einem alten Lüstling und Possenreißer, kehren als Erwachsene ins Elternhaus zurück und müssen sich mit ihrem Hass auf den Vater auseinander setzen, dessen Tod sie alle mehr oder minder offen wünschen. Mit dem Ältesten, dem sinnlichen und aufbrausenden Dmitri, konkurriert er um die Gunst der schönen Gruschenka. Der zweite Bruder, Iwan, ist ein stolzer Intellektueller und atheistischer Rationalist. Seine Weltanschauung erläutert er mithilfe der selbst gedichteten >>Legende vom Großinquisitor>heiligen>Mönchlein
Die Dämonen - das sind Stawrogin, ein von Machtgier und Zerstörungslust Besessener, der ein Leben voller Ausschweifungen und Grausamkeiten führt, und der Anarchist Stepanowitsch, der selbst vor Mord und Terror nicht zurückschreckt. Sie versetzen eine ganze Gesellschaft in Angst und Schrecken. Die Dämonen ist Dostojewskis machtvollster Roman. Es ist eine spanne Beschreibung der russischen Gesellschaft am Vorab der Revolution und eine beeindrucke Parabel menschlicher Psyche.
Inhalt: Gedanken zu Victor Hugo Gedanken zu Edgar Allan Poe Gedanken zu E. T. A. Hoffmann Gedanken zu Friedrich Schiller Original Dostojewski, F. M. (1861): Notizen zur Weltliteratur. In: Petersburger Tr ume. M nchen: R. Piper und Co. 1923: S. 149-158. Autor: Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821-1881) bersetzung: Alexander Eliasberg (1879-1924) Herausgegeben und kommentiert: Pascal Heberlein (2022)