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25 kirjaa tekijältä Gerd Berner

Franz Kafka, Das nachste Dorf - Versuch einer Interpretation
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Note: keine, Sprache: Deutsch, Abstract: Franz Kafka behandelt in diesem Text das Motiv des Lebensweges in Form eines Rittes von einem Dorf zum n chsten. Ein nicht n her kontu-riertes Ich gibt in w rtlicher Rede Ausf hrungen seines Gro vaters wieder. der Erz hler erscheint aber nur als latentes Ich, versteckt im Possessivpronomen "mein." Im Unterschied zu O. Jahraus, der Kaf-kas Texten durchgehend Autoreflexivit t im Sinn einer Selbstthemati-sierung hermeneutischer Unaufl sbarkeit unterstellt, interpretiere ich den Prosatext als Denkbild. Da in dem Text kein Handeln einer erz hlenden oder erz hlten Figur und keine figurenunabh ngigen Ereignisse mitgeteilt werden, also kein fiktives Geschehen und auch keine durch Erz hlerrede konturierten Orts- oder Zeitangaben, sollte man nicht von einem Erz hler reden. Der Narrator legt seinem alten Gro vater einen von keinem bestrittenen Erfahrungssatz in den Mund, der paradox anmutet, weil er der Erwartung und Erfahrung des jungen Reiters zuwiderl uft. Doch die paradoxen Z ge des Textes erkl ren sich aus dem unterschiedlichen Verst ndnis, das der Reiter kurzfris-tig und der Gro vater langfristig und in einem gr eren Zusammenhang von Weg und Ziel haben. Der junge Reiter versteht unter Ziel konkret und irdisch das n chste Dorf, der Gro vater aber meint mit Weg den Lebensweg, die Lebensreise, deren Ziel nicht im Irdischen liegt.Neben der von mir vorgelegten gibt es zu diesem Text nur eine sehr kurze Interpretation von C. Schlingmann in "Literaturwissen." Ich sehe in meiner ausf hrlicheren Deutung den Ritt ins n chste Dorf als Variante des Wege-Motivs, also als einen Topos. Im nautischen Bereich zeigt der Topos sich als navigatio vitae, als Lebensfahrt auf dem Meer der Welt. Dabei stellt sich auch die von G. Benn so be-zeichnete "Hafenfrage" nach der ihr Ziel ansteuernden Lebensfahrt. Ich sehe in dieser bildhaften Reflexion mit der Figur eines
Franz Kafka, Eine kaiserliche Botschaft - Ausfuhrliche Interpretation mit Sekundarliteratur
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: "In dem ber hmt gewordenen kleinen H uschen in der Alchimistengasse, das sich auf dem Hradschin an die Schlossmauer schmiegt, f hrt Kafka im Winter 1916/ 17 ein inselhaftes n chtliches Schreibleben, wobei er in der parabelhaften kleineren Erz hlkunst zu den paradoxen Gleichnissen seiner Lebens- und Daseinsanschauun-gen gelangt."2 Zu den dort entstandenen Geschichten geh rt neben dem "K bel-reiter," dem "Brudermord," dem "Schlag ans Hoftor, "Auf der Galerie," dem "N chsten Dorf" und dem "Nachbarn" auch die Parabel "Eine kaiserliche Botschaft." Diese findet sich im Kontext der unvollendeten Erz hlung "Beim Bau der chinesischen Mauer," wurde aber von Kafka herausgel st und 1919 als Einzeltext ver ffentlicht. In der Geschichte ber den Mauerbau berichtet ein Ich-Erz hler vom Bau dieser Mauer und legt deren und dessen Bedeutung offen. Er ist als beteiligter Bauf hrer zugleich erz hlte und erz hlende Figur und nennt die "kaiserliche Bot-schaft" eine "Sage," die das "Verh ltnis" zwischen dem Kaiser und dem Volk beleuchte.3 Hier in der Parabel tauchen weder China noch der Mauerbau auf, auch weist das "Zeichen der Sonne" (Z. 12/ 13) weniger auf China hin, das sich als Wappentier des Drachens bedient, sondern eher auf den japanischen Tenno. Schlingmann folgert daraus, dass Kafka mit der "Sage" nicht so sehr die geschichtliche Wahrheit, sondern mehr die Schaffung einer offenen Parabel intendiert habe, "deren Bildh lfte - die ihren Empf nger nie erreichende Botschaft eines Toten - auf eine Sachh lfte verweist, welche jeder einzelne Leser in sich selbst finden kann."4 === 1) Franz Kafka, Beim Bau der chinesischen Mauer, in: Max Brod (Hrsg.), Franz Kafka, Beschreibung eines Kampfes, Fischer: Frankfurt/ M. o. J. (1964), S. 59 f. und in: Paul Raabe, Franz Kafka, S mtliche Erz hlungen, Fischer: Frankfurt/ M 1970, S. 138 f. 2) Editionen f r den Literaturunterricht, hg. v
Ausfuhrliche Anmerkungen zur uneigentlichen, bildlichen Rede
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Didaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: "Bild" ist eine sehr ungenaue Bezeichnung f r verschiedene Formen bildlicher Ausdrucksweise in Sprachkunstwerken. Wolfgang Kayser hat schon 1948 statt 'Bild' den Ausdruck 'bildhaft' vorgeschlagen. Ich greife das auf und konstatiere eine Bildhaftigkeit dann, wenn ich statt der gew hnlichen, eigentlich verwendeten mich einer Ausdrucks-weise bediene, die bewusst von der Sprachgepflogenheit und Sprach-richtigkeit abweicht und daher zu einer au ergew hnlichen und auffal-lenden, nicht eigentlichen, sondern eben uneigentlichen Formulierung wird. Die h ufigsten bildhaften Stilmittel habe ich in meiner Auflis-tung (Vollst ndiges Kompendium der rhetorischen Mittel) per definiti-onem und durch Beispiele erkl rt. Hier beschr nke ich mich weitgehend auf Tropen, wo der eigentliche Ausdruck durch einen uneigentlichen, im w rtlichen Begriff nicht enthaltenen ersetzt, also substituiert wird. Ich untersuche ausf hrlich die Vergleiche in Rilkes "Orpheus. Eurydike. Hermes" und interpretiere diesen Text aus den "Neuen Gedichten" unter besonderer Beachtung der syntaktischen Koh renz. Ebenso verfahre ich mit Peter Huchels Gedicht "Ich sah des Krieges Ruhm." Desweiteren zeige ich den Unterschied zwischen Vergleich und Gleichnis an zwei Stellen aus Homers Odyssee. Ich interpretiere auch den Text "Jothams Fabel" aus dem 9. Buch der Richter und einen Text aus dem 2. Buch Samuel und zeige, weshalb das keine Fabeln sind und auch kein Gleichnis, sondern Parabeln.
Franz Kafka's "Die Brücke" - Versuch einer Interpretation
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: Manfred Engel gibt in dem zusammen mit Bernd Auerochs herausgegebenen Kafka-Handbuch einen guten berblick ber die drei Phasen des literarischen Schaf-fens von Franz Kafka. Engel unterscheidet ein fr hes Werk bis September 1912.1 Von den aus dieser Zeit erhaltenen Schriften hebt er einmal hervor die "Beschrei-bung eines Kampfes" und die "Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande" und dann die Zusammenstellung von Kafkas Kurzprosa in dem Sammelband "Betrachtung." Engel sieht die Dichtungen v o r der schicksalhaften Begegnung mit Felice Bauer am 23. August 1912 bei Max Brod2 gekennzeichnet von einem "Lebensgef hl, das Kafka ...] als "Seekrankheit auf festem Land" bezeichnet."3 Er erkl rt diese den Figuren Kafkas abhanden gekommene positive Lebenseinstellung an einem Text-dialog zwischen dem "Beter" und dem "Dicken"4, betont aber, dieses "Syndrom ontologischer Bodenlosigkeit"3 teile Kafka mit vielen zeitgen ssischen Dichtern. "Thematisch" habe "sich dieses krisenhafte Lebensgef hl in Kafkas Fr hwerk vor allem in dem Symptomkomplex niedergeschlagen, den alle Protagonisten teilen: Vitalit ts- und Willensschw che, Entschlusslosigkeit, Selbstzweifel, Minderwertig-keitsgef hl, Lebensangst und Lebensekel, Einsamkeit aus Beziehungsunf higkeit bei zugleich tiefer Sehnsucht nach Kontakten und Beziehungen (die jedoch, wenn sie denn berhaupt gelingen, sofort zu Macht- und Selbstbehauptungsk mpfen entarten) - ein Symptomenkatalog, den man in der Zeit gern unter dem Oberbegriff der >D ca-dence
Franz Kafka, Der Kübelreiter. Versuch einer Interpretation
Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Deutsch - Literatur, Werke, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Inhalt (das erz hlte Geschehen) des handlungsarmen Textes ist schnell skizziert: ein namenloser, bitterarmer Ich-Erz hler hat in einem strengen Winter keine Kohlen mehr und droht zu erfrieren. Er entschlie t sich deshalb nicht zu einem erneuten Bittgang, sondern zu einem Bittritt, seinen leeren K bel als Reittier nutzend. Sein als innerer Monolog (Gedankenwiedergabe) skizzierter Plan, den Kohlenh ndler durch den K belritt so zu beeindrucken, dass er ihm in seiner Not hilft, scheitert aber an der Unbarmherzigkeit der Frau des Kohlenh ndlers, die den mittellosen Ich-Erz hler als einen nicht Zahlungsf higen einfach negiert und nach einer ihren Gesch ftssinn entlar-venden Figurenrede mit ihrer Sch rze verscheucht. Als abgewiesener Bittsteller entschwindet der Protagonist danach auf seinem K bel in die Region der Eis-gebirge. Ein von Kafka gestrichenes Paralipomenon zeigt, dass der "Held" auf dem fiktionalen K bel in der Eisw ste sicher gelandet ist - ein faktualer K bel verm chte das nicht. Erstaunlicherweise empfindet der Ich-Erz hler die arktische K lte als w rmer als auf der winterlichen Erde. Diese paradoxe Tem-peraturempfindung und die auffallende Heiterkeit, mit der der Ich-Erz hler die b rgerliche, von gesch ftst chtigen Kohlenh ndlern bewohnte Welt hinter sich l sst, hat Interpreten veranlasst, in der Erz hlung eine Fiktionalisierung des Antagonismus von K nstler- und B rgertum zu sehen. Andere Deuter bevorzugen die psychologische Variante des dissoziierten Subjekts: K belreiter und Kohlenh ndler seien die Widerspiegelung von zwei Seiten von Kafkas Pers n-lichkeit (der von den Mitmenschen isolierte K nstler und die von Kafka immer angestrebte, aber nie verwirklichte Figur des Ehemanns). Interpreten, die sich keiner "hermeneutischen Illusion" (nach Bogdal) hingeben, sind b