Auf den ersten Blick erscheint das Projekt Predigt im vielstimmigen Chor der Moderne l ngst untergegangen zu sein. In der Informationsflut der Mediengesellschaft mu Kanzelrede als archaisch, absurd, aussichtslos, ja l cherlich wirken. Und so hat sich mancher auch schon still verabschiedet. Und doch kann Predigt gerade in dieser prek ren Situation zu einer erstaunlichen Irritation f hren, wenn das absolut Paradoxe zu einer berraschenden Leidenschaft wird. Dann kommt es zur "unm glichen M glichkeit". Insofern verstehen sich die hier vorgelegten Predigten als st rrisch. Sie sind ein offenbarungstheologischer Alternativvorschlag zu einer sich im Augenblick st rker ausbreitenden neoliberalen Homiletik, die eifrig versucht, sich dem Mentalit tskonsens der Mehrheitsgesellschaft anzupassen.