Die ber hmte Frauenrechtlerin und Bildungsreformerin Helene Lange nahm in der b rgerlichen Frauenbewegung im Deutschland des fr hen 20. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle ein. Sie forderte, dass die Bildung von M dchen und Frauen nicht l nger durch M nner determiniert und kontrolliert werden d rfe und k mpfte f r den verbesserten Zugang ihres Geschlechts zu h heren Bildungseinrichtungen. In der vorliegenden Studie zeichnet Lange - ausgehend vom fr hen Mittelalter - die Entwicklung des h heren M dchenschulwesens in Deutschland nach. An die historische Darstellung kn pft eine kritische Analyse der faktischen Bildungsangebote f r M dchen am Ende des 19. Jahrhunderts an. Nachdruck der Originalausgabe von 1893.
"In neuester Zeit begegnen wir h ufig . der Notiz, dass die Deutschen das einzige und letzte Kulturvolk seien, das seine Frauen unter dem Druck mittelalterlicher Fesseln l sst, das ihnen ihres Geschlechts wegen die St tten h herer Bildung, die Vorbedingungen jeder Berufst tigkeit und diese selbst versperrt, und damit die L sung der Frauenfrage . unm glich macht." (Helene Lange). Die Frauenrechtlerin und Bildungsreformerin Helene Lange (1848-1930) war eine der prominentesten Vertreterinnen der b rgerlichen Frauenbewegung in Deutschland. Sie widmete sich vor allem dem Kampf gegen patriarchalische Strukturen im Bildungssystem, in denen sie die Hauptursache f r die wirtschaftliche Unterdr ckung der Frau sah. In ihrer im sp ten 19. Jahrhundert ver ffentlichten Studie vergleicht Lange die Entwicklung der Frauenbildung in Deutschland und in England und geht der Frage nach, inwiefern die Erfolge der englischen Frauenbewegung als Vorbild daf r dienen k nnen, die Bildungschancen deutscher Frauen nachhaltig zu verbessern. Nachdruck der Originalausgabe von 1889.