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9 kirjaa tekijältä Mathias Schmoeckel

Die Jugend der Justitia

Die Jugend der Justitia

Mathias Schmoeckel

Mohr Siebeck
2013
nidottu
Die Kirchenväter wie insbesondere Ambrosius und Augustinus beschäftigten sich vielfach mit Fragen des Gerichtsverfahrens. In ihrer Funktion als bischöfliche Richter sahen sie sich als "Augen der Kirche" verpflichtet, den christlichen Glauben mit der Gesellschaft zu verbinden. Die frühe Kirche entwickelte damit zum 4. Jahrhundert eigene ethisch inspirierte Grundannahmen und Ziele des Prozessrechts. Aus den meist versprengten Aussagen der Kirchenväter formte sich das mittelalterliche römisch-kanonische Prozessrecht. Wahrheit und Gerechtigkeit, beides verstanden als Konkretisierungen Gottes, bildeten neue Ziele des Urteils, durch die der neue Glaube als Grundlage der christlichen Gesellschaft realisiert werden sollte. Das Recht wurde zunehmend als Mittel zur Vorbereitung der Seelen auf das ewige Leben, der Prozess als Vorinstanz des Jüngsten Gerichts, die Strafe als Medizin der Seele aufgefasst. Zwar sollten Christen möglichst nicht vor Gericht streiten, doch kam der Prozess in Betracht, um Zwistigkeiten und Skandale zu beseitigen. Die Kirchenväter förderten die ethische Ausrichtung der Gesellschaft durch Gesetze und Gerichte. Damit schufen sie der Hierarchie der säkularen Amtsträger bis hin zum Kaiser eine neue Legitimität, sofern sie die christliche Ethik berücksichtigten. So löste etwa ein neues Beweisrecht die frühere Gerichtsrhetorik ab mit dem Ziel, Beweiskraft und -gewinnung zu regeln, um eine einheitliche Rechtsprechung zu garantieren. Die sich wandelnde Einstellung der frühen Kirche zum Recht spiegelt sich dabei in der Ikonographie Jesu, der zunehmend als himmlischer Kaiser und Richter dargestellt wird.
Das Recht der Reformation

Das Recht der Reformation

Mathias Schmoeckel

Mohr Siebeck
2014
sidottu
Die neue Erkenntnislehre der Reformatoren führte zu einem gewandelten Methodenverständnis gerade auch der Rechtswissenschaft. Daraus gingen eine neue Rechtsquellenlehre sowie eine gewandelte Gesetzeslehre hervor. Die Lehre der Reformatoren zielte auf ein neues Staatsverständnis, das an die Stelle des Papstes als Stellvertreter Christi den Herrscher setzte, der eine gottgewollte Ordnung gewährleisten sollte. In dieser sollte jeder Einzelne den Freiraum haben, sich im Glauben zu bewähren.Die neue Erkenntnislehre wirkte sich auf alle Bereiche der Rechtsordnung aus. Im Strafrecht betonte es die Aufgabe des Schwertes, aber auch die Chance auf Besserung des Einzelnen. Im Zivilrecht wurden die neuen ethischen Auffassungen übernommen und auf ökonomische Herausforderungen reagiert. Die konfessionelle Spaltung erfasste auch das Recht und verschliff sich erst allmählich im 18. Jahrhundert.
Grundfragen des evangelischen Kirchenrechts

Grundfragen des evangelischen Kirchenrechts

Mathias Schmoeckel

Mohr Siebeck
2023
nidottu
In diesem Lehrbuch wird das geltende Kirchenrecht in seiner gegenwärtigen Veränderung erfasst und vor dem Hintergrund des historischen Auftrags der Reformation diskutiert. Diese andere Sichtweise führt zu neuen Einsichten und Perspektiven, die zur Diskussion gestellt werden. Dafür werden jeweils das Ziel nach evangelischer Lehre, die jüngeren Wandlungen und die neue Rechtslage beschrieben. Zunächst wird der Begriff der Kirche bestimmt, dann daraus die Funktion des Rechts und die Modifikationen der Rechtswissenschaft im Dienst einer Kirche. Folgend werden die Charakteristika der inneren Organisation behandelt wie besonders die monokratischen und synodalen Elemente. Dabei stehen sich seit langem lutherische reformierten Konzeptionen gegenüber, von denen sich letztere zuletzt stärker durchsetzen konnten. Die anhaltende Bedeutung der Kirche manifestiert sich in ihren Hauptarbeitsfeldern wie Staat, Familie, Wirtschaft sowie im Verhältnis zu Judentum und Islam. Dabei zeigen sich nicht nur Vorteile des deutschen Rechts gegenüber der strikten französischen Trennung von Staat und Kirche. Im öffentlichen Leben und Diskurs spielen die protestantischen Kirchen noch immer eine große Rolle, einerseits ihrer praktischen Leistungen wegen, andererseits wegen ihrer Beiträge zur öffentlichen Diskussion gerade zu Fragen der Ethik, deren Beantwortung dem Staat oft schwerer fällt. Das Buch will einen Diskussionsbeitrag zur anhaltenden Bedeutung der Kirchen in unserer Gesellschaft und Rechtsordnung leisten und einen Überblick über das aktuelle evangelische Kirchenrecht geben. Es enthält auch eine Probeklausur zur Prüfungsvorbereitung.
Das Recht der Reformation in Frankreich und die Vollendung des modernen Staates
Die französische Rechtsgeschichte ist in Deutschland noch immer zu wenig bekannt: Die Erfindung der Gewaltentrennung wird Montesquieu zugeschrieben, nicht Claude de Seyssel, der dies aufgrund der Abnabelung der französischen Kirche von Rom um 1515 erstmals vertrat. Der Beginn der Diskussionen zur Verfassung und von Grundrechten liegt nicht im 18. Jahrhundert, sondern bei Jean Calvin bzw. dem Schock nach dem Bartholomäusnacht-Massaker. Ziel war der Erhalt des Königreichs unter einem Monarchen, der den verschiedenen Religionen als Rechtsgemeinschaften ebenso wie den Bürgern durch Recht gesicherte Möglichkeiten eines sicheren Lebens in Religionsvielfalt versprach. Mathias Schmoeckel analysiert das Vordringen der Reformation in der Rechtsordnung und Jurisprudenz, analysiert den Begriff "mos gallicus", und beschreibt dann die Veränderungen des französischen Rechts in Bezug auf die Methoden und Quellen der Rechtswissenschaftler sowie die Auswirkungen auf die Religions- und Staatsordnung sowie ausgewählte Fragen des Zivil- und Strafrechts. Er zeigt, dass das "goldene Zeitalter" der französischen Jurisprudenz durch Guilleaume Farel und Calvin im Sinne einer "Reformation des Lebens" entwickelt wurde, um die herkömmliche Rechtsordnung zu überdenken und feste Rechte für Katholiken und Protestanten gleichermaßen zu gestalten. Dabei wirkten insbesondere die methodischen Anregungen des Philipp Melanchthon; die Juristen um ihn waren bekannt und wurden herangezogen, um sie weiterzuentwickeln. Die Auseinandersetzung mit dem Humanismus ging auch in Frankreich eine Verbindung mit der Reformation ein und führte zu einer neuen Wertschätzung der lokalen Rechtstraditionen. Alle Zweige der Rechtswissenschaft entwickelten neue Anregungen und bedeutende Literatur, die für die weitere juristische Entwicklung in Europa grundlegend wurden. Die insoweit fast unbekannte französische Reformation tritt hier in ihrer Bedeutung für die europäische Geistesgeschichte und Staatsentwicklung in den gleichen Rang neben die deutsche und die englische Reformation.
Erbrecht

Erbrecht

Mathias Schmoeckel

Nomos Verlagsgesellschaft
2024
nidottu
Das Erbrecht gilt unter Studenten als eine schwierige Rechtsmaterie. Das Lehrbuch erleichtert den Einstieg in das Erbrecht mit zahlreichen Beispielen und deckt die ausbildungs- und prufungsrelevanten Bereiche so besonders einpragsam ab. Wiederholungsfragen am Ende eines jeden Kapitels erleichtern die Lernkontrolle und ein Anhang mit Definitionen erlaubt die schnelle Bildung von Obersatzen in der Klausur. Die 7. Auflage berucksichtigt eine Vielzahl neuer Entscheidungen und geht weiterhin auf aktuelle Entwicklungen ein.
Auf der Suche nach der verlorenen Ordnung

Auf der Suche nach der verlorenen Ordnung

Mathias Schmoeckel

Bohlau Verlag
2005
sidottu
Recht will das Zusammenleben der Menschen und ihre widerspruchsvolle Umwelt ordnen. Die Romer haben ganz unterschiedliche Kulturen in ihr Reich eingebunden, indem sie Regeln aufstellten und von einer Verwaltung kontrollieren liessen. Ihr Reich versprach Ordnung und Frieden und wurde ein Ideal. Der Siegeszug des Christentums und die Volkerwanderung beseitigten zwar dessen Voraussetzungen, die nachfolgenden Generationen wollten jedoch das Ideal wiederherstellen. Dies galt von Karl dem Grossen uber die deutschen Kaiser und europaischen Konige bis hin zur Europaischen Union. Zur Darstellung der Bedeutung des Rechts muss man Sinn und Funktion von Recht und Gesetz in ihrer historischen Entwicklung erklaren. Der Autor erzahlt in allgemein verstandlicher Weise die Geschichte der Rechtsidee, indem er neben dem romischen Recht auch den Einfluss der Kirche durch die Jahrhunderte hervorhebt. Eine Ideengeschichte des Rechts kann nur im gesamteuropaischen Rahmen geschildert werden. Da Recht jedoch immer ortsbezogen gilt und es grosse regionale Differenzen gibt, werden die Auswirkungen der Rechtsvorstellungen an regionalen Beispielen dargestellt. Die Grundung Bonns durch das romische Reich und das Ende der Bonner Republik geben dabei auch die zeitlichen Grenzen der Darstellung vor. Kurztext Mathias Schmoeckel legt eine umfangreiche Ideengeschichte des europaischen Rechts von der Antike bis zur Gegenwart vor. Sein Buch ist reich bebildert und enthalt zahlreiche Landkarten, Personenportrats und Artefakte mit rechtssymbolischer Bedeutung (z. B. Lanze, Krone). Es richtet sich an Studenten und Dozenten der Rechtsgeschichte und Geschichte, an Juristen und politische Bildner sowie an ein breites, historisch-politisch interessiertes Publikum.
Rechtsgeschichte der Wirtschaft

Rechtsgeschichte der Wirtschaft

Mathias Schmoeckel; Matthias Maetschke

Mohr Siebeck
2016
nidottu
Das Werk vermittelt Studierenden der Rechts-, Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften einen chronologischen Überblick über die Entwicklung des rechtlichen Rahmens der deutschen Wirtschaft von ca. 1800 an bis heute. Dafür stellt es in verschiedenen Blöcken insbesondere die Entwicklung des Handelsrechts, des gewerblichen Rechtsschutzes, des Gesellschaftsrechts, des Kartellrechts und des Arbeitsrechts dar.In der Neuauflage sind die entsprechenden Lehrsätze am Ende der Kapitel hinzugekommen. Außerdem werden verschiedene Materien wie Banken und, Versicherungen in einem neuen Kapitel zum Regulierungsrecht behandelt."Mathias Schmoeckel ist ein vorzüglich konzipiertes und dokumentiertes Werk zu verdanken, das nicht nur den Studierenden, sondern auch der wissenschaftlichen Arbeit den Zugang zur Entwicklung der Regelung der wirtschaftlichen Abläufe und das Verständnis ihrer komplexen Zusammenhänge wesentlich zu erleichtern vermag." Friedrich Kübler Rechtsgeschichte 2009, 215-217"Hier werden erstmals gut verständlich die Entwicklungen rechtlicher und wirtschaftlicher Schnittpunkte rechtshistorisch gut verständlich dargelegt und somit das Verständnis interdisziplinärer Zusammenhänge gefördert. Allein angesichts der Bewältigung der Aufgabe, ein neues rechtshistorisches Fach zu etablieren und so gut zu strukturieren, muss vor dem Autor der Hut gezogen werden. […] Es kann daher allen Interessierten uneingeschränkt empfohlen werden." Christiane Warmbein www.studjur-online.de (18.05.2009)"Dem Werk ist eine breite Leserschaft zu wünschen, weit über den primär zugrunde gelegten Zweck einer Grundlagenausbildung für den wirtschaftsrechtlichen Schwerpunktbereich hinaus." Bernd Mertens Zeitschr.f.Neuere Rechtsgeschichte 2010, 320-321