Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933
Reinhard Weber
Walter de Gruyter
2006
sidottu
Die in Berufsstand und Gesellschaft integrierten judischen Rechtsanwalte Bayerns traf die antisemitische Politik des Nationalsozialismus ab 1933 relativ unvorbereitet. Reinhard Weber zeichnet Schritt fur Schritt die Massnahmen zu ihrer Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung nach. Zahlreiche Einzelschicksale erhellen, was Unterdruckung, Isolierung und Diskriminierung bis hin zum definitiven Berufsverbot 1938 fur die Betroffenen bedeuteten. Sichtbar werden die verschiedenen Wege, die die judischen Rechtsanwalte seit 1933 einschlugen, sei es in der Emigration oder in dem zumeist vergeblichen Versuch, die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland zu uberleben. Der umfangreiche Dokumentationsteil macht die Biografien der 460 betroffenen Personen handbuchartig greifbar."