Kirjojen hintavertailu. Mukana 12 016 292 kirjaa ja 12 kauppaa.

Kirjahaku

Etsi kirjoja tekijän nimen, kirjan nimen tai ISBN:n perusteella.

4 kirjaa tekijältä Uwe Gerber

Gottlos von Gott reden

Gottlos von Gott reden

Uwe Gerber

Peter Lang AG
2013
sidottu
Das metaphysisch-theistische Weltbild hat seine Plausibilitat verloren: Gott ist tot. Diese neuzeitliche Erfahrung zwingt und befreit Menschen, ohne Ruckgriff auf einen jenseitigen Gott von Gottes-Widerfahrnissen zu reden. In Philosophie, Soziologie und Literatur finden sich vergleichbare Versuche, atheistisch von Heiligem zu sprechen. Methodisch ist die Hermeneutik fur dieses interdisziplinare Projekt nur bedingt tauglich. Leitend ist ein dekonstruktivistisches Verfahren im Sinne einer kritischen Wahrnehmungslehre, in der sich allgemein verstandliche und fachtheologische, generalisierbare und kontingente Zu- und Umgange mischen. Das unaufloesbare Paradox menschlichen Lebens, ungefragt ins Leben gerufen zu sein und zugleich sein Leben in der unerfullbaren Orientierung am Nachsten zu gestalten, ist im Ergebnis heute auch politisch und kulturell-gesellschaftlich gegen Fundamentalismus und neoliberalen Positivismus offen zu halten. Gottes Abwesenheit als neuzeitliche Weise seiner Anwesenheit steht doppelt auf dem Spiel: gegen Ruckfall in theistischen Fundamentalismus und gegen das Vergessen auf Kosten mediatisierter Selbstinszenierung - eine Gratwanderung.
Fundamentalismen in Europa

Fundamentalismen in Europa

Uwe Gerber

Peter Lang AG
2014
sidottu
Verschiedene Erscheinungen von Fundamentalismus stellen mit zunehmender Pluralisierung der Lebensstile, mit der (post-)modernen Enttraditionalisierung und Multikulturalitat in Europa und weltweit eine wachsende Gefahr dar: theokratische und evangelikale Tendenzen in Religionen, absolutistische Ambitionen im Politischen, Alleinherrschaft des Kapitals und der Zwangscharakter moderner Medien. Sie stellen die Trennung von Religion und Staat, die rechtsstaatlich-liberale Demokratie, Teilhabe aller Burger und Burgerinnen an Kapital und Markt und die Freiheit im Umgang mit Medien infrage. Solchen teilweise fanatisch vertretenen Exklusivanspruchen und bisweilen mit Erloesungsphantasien durchsetzten Praktiken von Gewaltherrschaft darf nicht mit Gegengewalt begegnet werden. Mit einer Kultur der gegenseitigen Achtung (und nicht bloss der Toleranz) koennen Fundamentalismen im Entstehen erkannt und bearbeitet werden - eine Gratwanderung im Schmelztiegel (post-)moderner Gesellschaften.
Individualisierung im digitalen Zeitalter
Fuhrt die neuzeitliche Individualisierung zur Subjektwerdung oder stehen wir im schleichenden Umbruch vom Gemeinschaftsmenschen zum egozentrischen 'Selfie' des Anthropozans? Nach verschiedenen Befreiungsversuchen betreibt der postmoderne Mensch seine digitale und oekonomische Selbstinthronisation an die Stelle des 'toten Gottes'. Diesem komplexen Prozess von Selbstermachtigung und Selbstunterwerfung ist zugleich seit der Christus-Theologie des Paulus und der Reformation das Gegenmodell von Subjekt-Werdung eingeschrieben: das paradoxe Widerfahrnis von Verpflichtung und Freiheitserfahrung. Dieses Paradox der Universalitat des Christus-Geschehens und gleichzeitiger Singularitat des glaubenden Individuums entlarvt die vornehmlich psychotherapeutischen Identitatskonzepte und Fundamentalismen fur Subjekt-Werdung als naturalistische, bewusstseinsgebundene, vereindeutigende Fehlversuche. Beispiele aus Theologie, Philosophie, Kunst, Mode und Bildung zeigen diesen Widerstreit einer fatalen Egozentrik und einer Subjekt-Werdung, die asymmetrisch vom Anderen, von Gott, ausgeht als Paradox von Verpflichtetwerden und gleichzeitigem Versetztwerden in Freiheit.