Gesundheit und Krankheit sind alternative Begriffe. Beide sind Lebensäußerungen, die ohne scharfe Grenze ineinander übergehen. Für die Beschreibung einer Krankheit sind "Funktionsstörungen" entscheidend. Um sie erkennen zu können, bedarf es einer "Merkmalsanordnung", also des Mosaiks von Symptomen und Befunden. Am Beispiel der weltweit verbreiteten Arteriosklerose wird gezeigt, daß die begriffliche Konzeption auf dem Boden der "Gestalttheorie" zu der Erkenntnis führt, daß es verschiedene Hauptmanifestationsformen sog. Arteriosklerose gibt.
1. Komplementarit{t der Krankheitsforschung 2. Morphologische Befunde als Ausdruck phylogenetisch bedingter Pathoklise 3. Heterochronie als Schl}ssel zur Pathogenese 4. Ausbreitungsmuster von Organl{sionen - r{umlich und zeitlich - 5. Der besondere Nutzen des Buches f}r den Leser liegt darin, da~ ihm die Augen }ber die Einbindung des Menschen in denKreis aller St|ranf{lligkeiten in der belebten Natur (schlechthin) ge|ffnetwerden !
Der Hippokratische Ausspruch: "Ars longa, vita brevis" bildet das Kernstück dieser Abhandlung von W. Doerr. Er geht der Frage nach, worin die wirklichen Aufgaben des wissenschaftlichen Studiums der Heilkunde bestehen, was der Student von der Hochschulmedizin erwarten kann, was verlangen? Er kommt sodann zur Pathologie und versucht Fragen, wie z.B. ob es Leben ohne Krankheit geben kann, oder worin das Geheimnis des Alterns liegt, zu beantworten oder zumindest neue Denkanstöße hierzu zu geben. In einem Nachwort wird erörtert, was Pathologie ist, was sie sein kann und wie ihre tragenden Prinzipien ausschließlich auf dem "anatomischen Gedanken" beruhen. Das Büchlein soll dem Arzt und Pathologen Anregungen geben und ihm die Bedeutung der Pathologie nahebringen.