Die Wächterfigur in Tageliedern Wolframs von Eschenbach. Vergleich mit der Figur der Brangäne in Richard Wagners "Tristan und Isolde"
Tom Hackbarth
GRIN Verlag
2022
pokkari
Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Germanistik - ltere Deutsche Literatur, Medi vistik, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universit t D sseldorf (Institut f r Germanistik / Abt. III Germanistische Medi vistik), Veranstaltung: "Saget mir ieman, waz ist minne?" Mittelhochdeutsche Liebeslyrik, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Einf hrung der W chterfigur in das Tageliedsujet durch Wolfram von Eschenbach bereicherte das Genre um neue Themen und Denkweisen. Diese lassen sich unter anderem noch in der zweiten H lfte des neunzehnten Jahrhunderts gattungs bergreifend in Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde" wiederfinden. Um diese erfolgreiche Etablierung nachzuvollziehen, untersucht diese Hausarbeit die Erweiterung des Tagelieds zum W chtertagelied und die Verarbeitung in der Musik. Zun chst erfolgt ein einleitender berblick ber die Gattung Tagelied. Anschlie end wird die W chterfigur in den Blick genommen und in den Tageliedern "S ne kl wen durch die wolken sint geslagen" und "Von der zinnen" analysiert. Die Untersuchungsgegenst nde sind hierbei die Relevanz des W chters f r das Lied, seine Tugenden, die Beziehung zu weiteren Figuren und sein Standpunkt im Raum. Als Gegen berstellung zur mittelalterlichen Literatur wird im dritten Kapitel die W chterrolle bei Richard Wagner betrachtet, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten der gattungs bergreifenden Verwendung aufzeigen zu k nnen. Konkret wird untersucht, inwiefern Wagner in seiner Oper "Tristan und Isolde" Brang ne als eine W chterfigur nach dem Vorbild Wolframs schuf. Der Fokus wird auf dem zweiten Akt liegen, da dieser die Liebesnacht zwischen Tristan und Isolde und den damit verbundenen W chtergesang Brang nes thematisiert.