Über Rainer Werner Fassbinders Verfilmung "Effi Briest" (1974)
Lisa Sangmeister; Franziska Rolapp
Grin Publishing
2010
pokkari
Theodor Fontanes Romane sind seit jeher eine beliebte Vorlage f r Filme. Allein Effi Briest wurde seit 1939 insgesamt f nfmal verfilmt. Die aktuellste Fassung der Regisseurin Hermine Huntgeburth ist zurzeit im Kino zu sehen. Auch andere Werke Fontanes sind beliebte Vorlagen f r eine filmische Adaption, wie beispielweise Frau Jenny Treibel und Mathilde M ring, welche insgesamt dreimal verfilmt wurden (vgl. Biener, in: Grawe/N rnberger 2000: 985). Doch was macht Fontanes Werke so beliebt f r Film und Fernsehen? Und wie verfahren die verschiedenen Regisseure, insbesondere Rainer Werner Fassbinder, bei der Transformation von einem Medium (Literatur) in das andere Medium (Film)? Diese Fragen machten das Referatsthema aus fachwissenschaftlicher Sicht besonders interessant f r uns. Doch auch aus didaktischer Sicht sprach uns dieses Thema an. Das Medium Film ist u erst beliebt und spielt in der Lebenswelt der Sch lerinnen und Sch ler eine wichtige Rolle. Viele Sch lerinnen und Sch ler schauen sich lieber einen Film an, als ein Buch zu lesen. Dieser Punkt kann im Unterricht genutzt werden. Die Verbindung von Film und Literatur im Unterricht d rfte auf die Sch lerinnen und Sch ler motivierend wirken und ihnen dar ber hinaus die Besonderheiten der beiden Medien verdeutlichen. W hrend das Medium Film eine Fantasiewelt vorgibt, kann sich der Leser seine eigene Fantasiewelt schaffen. Unser Referat besteht daher aus einem didaktischen Teil, welcher es uns erm glicht ausgew hlte Methoden im Umgang mit Literaturverfilmungen im Unterricht auszuprobieren. W hrend der zweite Teil des Referats das Thema aus fachwissenschaftlicher Sicht beleuchtet. An dieser Stelle werden wir unter anderen Fassbinders Umsetzung der literarischen Vorlage und seine besonderen filmtechnischen Mittel thematisieren und anhand von Beispielen veranschaulichen.