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1000 tulosta hakusanalla Hermann Bendix

Hermann Weinkauff (1894-1981). Der erste Präsident des Bundesgerichtshofs
Daniel Herbe widerlegt die bisherige Annahme der rechtsgeschichtlichen Forschung, Hermann Weinkauff habe eine naturrechtliche Lehre vertreten und als Präsident des BGH eine Naturrechts-Rechtsprechung mitgetragen, und macht deutlich, dass dies nur auf Weinkauffs theoretisch entworfene Lehre zutrifft. Der Autor zeigt, dass der Protestant Weinkauff eine idealistische, theologisch "schwache" Naturrechtsansicht vertrat. Diese erwies sich als ein Konglomerat aus Teilen der katholischen Moraltheologie, aus Teilen der evangelischen, von dem Schweizer Theologen Emil Brunner vertretenen Auffassung sowie der evangelischen von Erik Wolf und anderen vertretenen Meinung und der profanen Rechtsphilosophie im Sinne der Scheler-Hartmann'schen Wertethik. Die Analyse der von Hermann Weinkauff mitgetragenen Rechtsprechung ergibt, dass tatsächlich nur in sehr wenigen Entscheidungen naturrechtliche Ausführungen zu tragenden Gründen wurden. In diesen Fällen legte das Gericht methodisch mit Hilfe von Rückgriffen auf das Naturrecht wertausfüllungsbedürftige Gesetzesbegriffe aus, um einerseits die Strafbarkeit der "Kuppelei" zu begründen und um andererseits über das geltende positive Recht hinaus zu gehen, in dem es z.B. die Strafbarkeit des Selbstmordes und des Ehebruches schuf. Im Ergebnis zeigt sich, dass der BGH diesen Rückgriff auf das Naturrecht als Auslegungshilfe nicht im Allgemeinen, sondern nur in diesen Ausnahmeentscheidungen vornahm.Hermann Weinkauff vertrat zudem die Idee der Großen Justizreform und wollte eine neue, starke, rechtsstaatliche Justiz schaffen, deren Gerichte mit einem neuen Typ Richter nach angloamerikanischem Vorbild besetzt sein sollte.
Hermann Samuel Reimarus (1694-1768)

Hermann Samuel Reimarus (1694-1768)

Dietrich Klein

Mohr Siebeck
2009
sidottu
Hermann Samuel Reimarus ist bekannt als der Hamburger Fragmentist und der geheimnisvolle Autor der bibelkritischen Fragmente, mit denen Gotthold Ephraim Lessing während des Fragmentenstreits an die Öffentlichkeit getreten ist. Dietrich Kleins umfassende Analyse zum theologischen Werk des Hamburger Radikalaufklärers Reimarus beleuchtet die bislang wenig beachtete Rückseite der Fragmente, und legt die gelehrten Traditionen offen, die Reimarus in seinem theologischen Denken vereint. Sowohl in seiner radikalen Kritik als auch in seinem Einsatz für genuin protestantische Wahrheiten ist Hermann Samuel Reimarus ein Aufklärer von europäischem Rang.
Hermann Gunkel - Eine Biographie

Hermann Gunkel - Eine Biographie

Konrad Hammann

Mohr Siebeck
2014
sidottu
In der Generation nach Julius Wellhausen gehörte Hermann Gunkel zu den bedeutendsten Repräsentanten der evangelischen Bibelwissenschaften. Als einer der Mitbegründer und Hauptvertreter der Religionsgeschichtlichen Schule etablierte er methodisch höchst innovative Zugänge zum Alten wie auch zum Neuen Testament. Letztlich setzte er mit jeder größeren Veröffentlichung einen forschungsgeschichtlichen Markstein. Sein Kommentar zur Genesis und seine diversen Auslegungen der Psalmen avancierten zu Klassikern der protestantischen Bibelexegese im 20. Jahrhundert. Auch wenn er die von ihm anvisierte Explikation der gattungsgeschichtlichen Betrachtung in einer umfassenden Literaturgeschichte des Alten Testaments nur in Ansätzen zu realisieren vermochte, zeigt sein Werk doch durchgängig das eigentümliche Profil einer ästhetischen Lektüre der biblischen Texte. Deren religiösen Gehalt auch Nichttheologen zu erschließen, machte Gunkel sich zu einer wesentlichen Aufgabe seiner theologischen Arbeit.Hatte der Gelehrte in seiner eigenen akademischen Karriere manche Benachteiligung und Zurücksetzung zu ertragen, so setzte er umgekehrt viel daran, begabten Schülern den Weg in die akademische Lehrtätigkeit zu ebnen. Die Alttestamentler Hans Schmidt, Otto Eißfeldt, Emil Balla, Walter Baumgartner, Hedwig Jahnow und Sigmund Mowinckel gehörten zu seinem Schülerkreis. Auch auf Neutestamentler wie Heinrich Weinel, Martin Dibelius und Rudolf Bultmann übte Gunkel einen langfristig bedeutsamen Einfluss aus.Persönlich nahm Gunkel unter seinen Fachkollegen keine sonderlich ausgeprägte Bereitschaft zur Rezeption und Weiterentwicklung seiner Anstöße wahr. Umso stärker wirkten seine Anregungen mit ihrer glücklichen Verbindung von Intuition und Methode auf die Bibelwissenschaften im 20. Jahrhundert ein. Im Rückgriff auf bislang unerschlossenes Archivmaterial verortet Konrad Hammann das Leben und Werk Gunkels in den wissenschaftlichen Diskursen seiner Zeit und im zeithistorischen Kontext seiner Epoche.
Hermann Hellers Theorie der Politik und des Staates
Hermann Heller (1891-1933) ist einer Gruppe von deutschen Staatsrechtslehrern der Weimarer Republik zuzurechnen, die sich gegen eine positivistische Beschränkung der Staatsrechtslehre auf rechtsnormative Fragen wandte und die eine Berücksichtigung sozialer, politischer und historischer Aspekte des Staates in eine juristische Wissenschaft vom Verfassungsstaat einforderte. Im Unterschied zu den anderen Vertretern einer solchen antipositivistischen Position zielte Heller nicht nur auf eine Neubesinnung der juristischen Staatslehre, sondern darüber hinaus auf die theoretische Grundlegung einer modernen Politikwissenschaft. Dies suchte er durch die Ausführung einer systematischen Theorie der Politik und des Staates zu realisieren, die vor allem in seinem Hauptwerk Staatslehre entfaltet ist.Michael Henkel unternimmt eine systematische Rekonstruktion dieser Theorie Hellers. Dabei werden die Genese der Theorie und sodann erstmals in der Forschung die sozialtheoretischen Grundlagen von Hellers Ansatz detailliert offengelegt und in ihren theoriegeschichtlichen Zusammenhang eingeordnet. Der Autor zeigt auch, wie Hellers wissenschaftliches Unternehmen als die spezifisch politikwissenschaftliche Ausprägung einer Sozialtheorie begriffen werden muß, die er im Leipzig der Zwischenkriegszeit gemeinsam mit seinen Kollegen Theodor Litt und Hans Freyer formuliert hat.Schließlich wird Hellers Theorie im Lichte aktueller Debatten in der Politikwissenschaft und der deutschen Staatsrechtslehre auf ihre Aktualität hin befragt. Hierbei erweist sich Hellers Ansatz als für eine Selbstverständigung der heutigen Politikwissenschaft überaus fruchtbar.
Hermann Kantorowicz' Begriff des Rechts und der Rechtswissenschaft
Hermann Kantorowicz ist einer der bedeutendsten und vielseitigsten Rechtswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Die Beiträge des Bandes heben die vielfältigen Facetten seines Werks hervor. Sie zeigen anhand von Kantorowicz' ebenso gelehrten wie äußerst originellen Beiträgen zu Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, aber auch bereits zu einer speziellen Wissenschaftstheorie der Jurisprudenz, wie viel die gegenwärtige Rechtswissenschaft von Kantorowicz lernen und in seinen Schriften wiederentdecken kann.