Reprint of the original, first published in 1875. The publishing house Anatiposi publishes historical books as reprints. Due to their age, these books may have missing pages or inferior quality. Our aim is to preserve these books and make them available to the public so that they do not get lost.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1865. Der Verlag Antigonos spezialisiert sich auf die Herausgabe von Nachdrucken historischer B cher. Wir achten darauf, dass diese Werke der ffentlichkeit in einem guten Zustand zug nglich gemacht werden, um ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1868. Der Verlag Antigonos spezialisiert sich auf die Herausgabe von Nachdrucken historischer B cher. Wir achten darauf, dass diese Werke der ffentlichkeit in einem guten Zustand zug nglich gemacht werden, um ihr kulturelles Erbe zu bewahren.
Das Training von Verhaltensweisen hat bereits eine lange Tradition und man bräuchte ein umfassendes Glossar als Wegweiser, um sich unter den zahlreichen Angeboten zurechtzufinden. Man hat sich daran gewöhnt, daß die steigende Anzahl von Trainingsmanualen auf spekulativen Ideen, um nicht zu sagen Theorien, aufgebaut ist, so daß die Rückführung der praktischen Trainingsschritte auf die theoretische Begründung an einem Punkt endet, wo man zu glauben hat ohne weiter zu fragen. Andererseits ist es zur Gewohnheit geworden, Trainingsprogramme ohne nachweisbare empiri sche Grundlage anzubieten. Bestenfalls werden die Trainierten befragt, ob ihnen das Training gefallen oder gut getan habe. Es fehlt an brauchbaren Kriterien und langfristiger Nachkontrolle zur Bewertung der Trainingseffektivität. Die Anforderung, daß Trainingspro gramme aus der experimentellen Praxis entstehen sollten, wird heute nur sehr selten erfüllt. Das Programm von Fe1dhege und Krauthan stellt einen verhaltenstherapeu tischen Ansatz dar. Damit verbinden sich sofort bestimmte Erwartungen, die mit dieser wissenschaftlichen Fortentwicklung der Psychotherapie assoziiert sind. Diese Erwartungen werden nicht enttäuscht, wenn man nach sauberer Spezifikation, Transparenz des Vorgehens, Ausrichtung auf genau beobachtbare Verhaltensweisen, durchgängiger Operationalisierbarkeit, theoretischer Unvoreingenommenheit und Überprüfbarkeit Ausschau hält. Man sieht es dem Werk an, daß es aus langdauernder experimenteller Praxis und nicht aus unüberprüften klinischen Eindrücken entstanden ist.
In der Anfängervorlesung "Lineare Algebra" lernt der Student ein umfang reiches System von Begriffen und Ergebnissen kennen. Auf die Bedeutung dieser Theorie für die ganz"e t1athematik wird er zwar oft hingewiesen, aber vorgeführt werden meist nur Anwendungen aus der Geometrie. Das vorliegende kleine Heft ist äer Versuch, ein anderes Gebiet für die Motivierung der Anfängervorlesung zu erschließen, nämlich die Theorie der stochastischen Prozesse mit endl~ch vielen Zuständen in matrizen theoretischer Behandlung. Unsere Darstellung steht zwischen den sehr elementar gehaltenen Büchern (mitunter mit dem Titel "Finite Mathema tics"), die zum Teil für Nichtmathematiker geschrieben sind und nur Elemente der Linearen Algebra verwenden, und den allgemeinen Theorien der stochastischen Prozesse, welche dem endlichen Spezialfall oft wenig Raum widmen. Sie stützt sich weitgehend auf die Betrachtung der Eigen werte von stochastischen Matrizen. Obwohl die Bestimmung der Eigenwerte nicht direkt ein Teil des Problems ist, scheint uns das Studium der Eigenwerte den besten Aufschluß über das Verhalten der Potenzen einer stochastischen Matrix zu geben. (Wir sind uns dessen bewußt, daß diese Methode freilich für stochastische Prozesse mit unendlich vielen Zustän den völlig versagt. ) Nach der Erörterung der Problemstellung und einigen Beispielen in § 1 werden in § 2 alle später benötigten Aussagen über die Eigenwerte von stochastischen Matrizen hergeleitet. Darauf folgen dann in § 3 leicht die Konvergenzsätze. In § 4 behandeln wir weitere Sätze über die Eigen werte von stochastischen Matrizen, die jedoch später kaum mehr verwen det werden.
Seit meinem ersten Vortrag tiber "Die Therapie der Rauschmittelabhangigkeit" 1971 auf dem 1. KongreB der European Association of Behaviour Therapy, der gemeinsam mit der 3. Tagung der deutschen Gesellschaft zur Forderung der Verhaltenstherapie in Mtinchen stattfand (vgl. FuBnote), sind eine betrachtliche Anzahl von Therapietexten auch in deutscher Sprache verfaBt worden. Ich bin der Meinung, daB der vorliegende Text tiber die "Selbstkontrolle bei rauschmit- telabhangigen Klienten" von Franz-Josef Feldhege ein besonders ausgezeichne- tes Manual darstellt, insofern als es in sehr klarer Diktion auf die Bedtirfnisse der Praxis und der theoretischen Verstandigung in der Praxis abgestellt, sowie fest in der gegenwartigen experimentellen Psychotherapieliteratur verankert ist. Therapeuten akzeptieren in zunehmender Anzahl, daB das unkontrolliert subjektive Vorgehen in der Therapie zu Fehlern in der systematischen Verwendung erprobter Lernprinzipien ftihrt und unter Umstanden bis zur, science fiction' fUhren kann. Die steigende Anzahl von Manualen in den Gebieten der Abhangigkeiten, Angste, sexuellen und sozialen Storungen, kindlichen Verhaltensproblemen und spezifischen Leistungsstorungen demon- strieren, daB prazis formulierte Texte ftir besondere Klienten und Problemsitua- tionen geschrieben werden, in denen eine groBe Anzahl unterschiedlicher Therapieprinzipien mit Vorteil Platz finden konnen. In dem vorliegenden Manual ist die Multi-Komponenten-Methode benutzt worden, indem eine Reihe unterschiedlicher Lern- und Konditionierungsverfahren aufgenommen wurden. Die Notwendigkeit hierfUr hat sich aus den in der Literatur berichteten, enttauschenden Therapieeffekten fUr Einzelmethoden ergeben.
Dieses Arbeitsbuch zur medizinischen Ethik ist entstanden auf dem Hintergrund der langjiihrigen Bemuhungen von Prof. Dr. med. E. Seidler, die Forschungen zur medizini- schen Ethik an seinem Institut fUr Geschichte der Medizin an der Universitiit Freiburg zu intensivieren und auch zu einem festen Bestandteil der Lehre werden zu lassen. 1979 bis 1983 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft Sach- mittel zur DurchfUhrung eines Projekts bewilligt; dadurch wurde es moglich, verschiedene Bereiche der medizinischen Ethik intensiver zu erforschen und sie in den Arbeitskreisen innerhalb und auBerhalb der medizinischen Fakultiit zu dis- kutieren. Daraus entstand der Plan, den Lernenden der me- dizinischen Heilberufe eine Art Basiscurriculum fur die Ar- beit an medizinisch-ethischen Fragen wiihrend der Aus- bildung zur VerfUgung zu stellen. Erfahrungen mit Forschung und Vermittlung medizini- scher Ethik lagen bereits aus einigen europiiischen Liindern vor. Wegweisend waren v. a. die Publikationen und Aktivi- tiiten des bisher einzigen Lehrstuhlinhabers fUr medizinische Ethik, Prof. Dr. P. Sporken in Maastricht (Niederlande). Wichtig war auch die intensive Beschiiftigung mit diesem Gegenstand, die aus den bioethischen Zentren der USA, wie dem Hastings Center of Bioethics, Hastings-on-Hudson, und dem Kennedy Institute of Bioethics, Washington, D. c., bekannt geworden waren. Kontakte und Erfahrungsaus- tausch besonders mit dem Kennedy Institute festigten die Uberzeugung, daB auch bei uns die medizinische Ethik ein wichtiges Element in der Aus-, Fort- und Weiterbildung medizinischer und pflegerischer Berufe werden muB.
... in den Tiefen wird alles Gesetz Rainer Maria Rilke (Briefe) Der Mensch als ein Handelnder ist schon vor aller subjektiven Stellungnahme, vor jeder Moeglichkeit, eine Position zu beziehen, angewiesen auf seine Geschichtlichkeit in Familie, Sippe, Stamm, Volk und Kultur. Seine Reaktions- und Wahlmoeglichkeiten sind noch zusatzlich durch die ihm schon vor seiner Reife zugewiesenen Rollen in diesen Zusammenhangsbereichen, die er ausbauen oder ablehnen, aber nicht vertauschen kann, eingeengt. Und er ist ebenso und doch wieder anders angewiesen auf seine Lebensge- schichtlichkeit in Ontogenese, Phylogenese, Reifungsgesetzlich- keit und seelisch-geistiger Entwicklung. Das besagt, die unteilbare Gestalthaftigkeit seiner Individualitat und seines Verhaltens ist ihrer Struktur nach polymer, namlich angewiesen auf fugenlos sich entwickelndes und gestaltendes Zusammenwirken verschie- dener Systeme und Funktionsbereiche. Diese das Handeln tragenden, schwebenden Gleichgewichte und gleitenden Koordinationsprozesse stehen zueinander nicht im Verhaltnis der Kausalitat, die nur in Form von Ordinaten wirk- sam ist, die in verschiedenen Winkeln zu den Interferenzen und Koordinationen angeordnet sind, sondern einer Relation von Ketten und kristallartigen mehrstufigen Mustern miteinander ver- knupfter und sich voneinander wieder loesender Ereignisse. Diese Ereignisse bestehen nur fur eine kurze Zeit, fur einige Augen- blicke. Sie sind nichts Materielles aber auch nichts Gleichbleiben- des wie Charaktereigentumlichkeiten. In seiner Lebensgeschichte ist der Einzelne in seiner Bewegung an eine ganz bestimmte Stelle gebunden, sei es in seiner Familiengeschichtlichkeit, in seiner An- teilnahme am Denken und Schaffen in einem umschriebenen Kulturbereich oder in den Rhythmen seiner biologischen Ent- wicklung. uberall besteht Bindung an den Gesamtzusammenhang.
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.