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1000 tulosta hakusanalla Christoph Hein
Die "Erben" des berühmten Schatzgräbers zeigen, wie spannend Archäologie gerade heute sein kann. Wie funktionieren Gesellschaften, wie organisieren sich Zivilisationen? Welchen Faktoren verdankten frühere Kulturen ihren Aufstieg, welche Fehler führten ihren Untergang herbei? Wie gingen die Menschen mit Natur und Umwelt um? Botschaften aus der Vergangenheit werden entschlüsselt, die wegweisend für unsere Zukunft sein können. DER FLUCH DER SKYTHEN Königreiche erzitterten vor ihnen und wurden vernichtet. Wer waren die Skythen, die die "Welt" in die Knie zwangen? Gibt es den "Fluch der Skythen"? Es war nicht nur die militärische Überlegenheit des Reitervolkes, die zum Zusammenbruch "zivilisierter" Reiche führte. In Armenien und in Georgien prallten zwei Kulturen aufeinander, wobei sich die Kultur der Nomaden als die überlegenere erwies. Sie siegte dank ihrer Anpassungsfähigkeit. Dem konnten die statischen "Hochkulturen" nichts entgegensetzen. DAS GOLD DER WÜSTE Woher kam das Gold der Pharaonen? Nub ist der altägyptische Hieroglyphe für Gold. Ist Nubien das sagenhafte Goldland, das Eldorado Afrikas? In die nubische Ostwüste, im heutigen Sudan, haben sich bislang nur wenige Expeditionen gewagt. Eine zweiwöchige Reise in Einsamkeit, Sandstürme, ins Nichts steht bevor. Dann die ersten Spuren: Alamats, Wegweiser zu den Goldminen aus dem Neuen Reich. Uralte Landkarten haben sie verzeichnet. Und schließlich die gesuchten Goldbergwerke mitten in der Wüste. Der Fingerabdruck des ägyptischen Goldes, er ist im versunkenen Land Kusch zu finden.
Bernd Willenbrock ist ein stabiler, unproblematischer Charakter, ein Gewinner der Wende mit prosperierendem Gebrauchtwagenhandel in Ostberlin, dessen Kunden vorwiegend aus Polen und Russland kommen. Seine Ehe ist glücklich und nicht tangiert von seinen systematischen Seitensprüngen; sein festes Hobby ist das Handballspielen. Willenbrock ist zufrieden mit seinem Leben, weil er beschlossen hat, nicht, wie so viele andere, in einem ständigen Gefühl der Kränkung leben zu wollen. Als sieben Autos von seinem Hof gestohlen werden, ist er aber eben dies: gekränkt. Der Diebstahl ist jedoch nur der Beginn einer Serie von immer brutaler werdenden Raubüberfällen; in seinem Ferienhaus wird Willenbrock von einem der russischen Banditen fast erschlagen. Die Kränkung wird zur tieferen Verunsicherung, zumal Polizei und Justiz als entweder unwillig oder unfähig erscheinen: Die mutmaßlichen Einbrecher im Landhaus werden nicht verurteilt, sondern einfach abgeschoben, also auf freien Fuß gesetzt. Willenbrock versucht zunächst das subjektive Sicherheitsgefühl mit aufwändigen Alarmvorrichtungen wiederherzustellen, doch schließlich nimmt er das >>Geschenk
»In diesen Roman geriet ich aus Versehen oder vielmehr durch eine Bequemlichkeit.« Dieser Satz eröffnet eine Recherche, über das Leben zweier Familien während des vergangenen Jahrhunderts. Ein Roman also des 20. Jahrhunderts, der des Schriftstellers Rainer Trutz und der von Waldemar Gejm, einem Professor für Mathematik und Linguistik an der Lomonossow-Universität, der seit Jahren ein neues Forschungsgebiet entwickelt: die Mnemotechnik, die Lehre von Ursprung und Funktion der Erinnerung. Die partei-offizielle Gedächtnissteuerung staatlicher Stellen wird Trutz wie Gejm in den darauffolgenden Jahren zum Verhängnis: Der Deutsche wird in einem sowjetischen Arbeitslager erschlagen. Die Umschwünge der Politik des Genossen Stalin führen im Falle Gejm zur Deportation mit anschließendem Tod. Nur die beiden Söhne, Maykl Trutz und Rem Gejm, überleben und begegnen sich Jahrzehnte später zeigt sich die Ironie der Geschichte und die ihres Lebens: Das Jahrhundert, das auf ein nicht-staatlich bevormundetes Gedächtnis angewiesen wäre, arbeitet unerlässlich daran, das Gedächtnis auszulöschen.In seiner objektiven und zugleich einfühlenden Chronik der Lebensläufe zweier Familien bündelt Christoph Hein, die vergebliche Hoffnung auf eine Existenz jenseits von Elend und Sklaverei. Und so ist ihm ein Jahrhundertroman im zweifachen Sinn gelungen: ein Jahrhundert umgreifend, ein Jahrhundert widerspiegelnd, ein Jahrhundert verstehbar zu machen und nachzuerleben.
Der vierzehnjährige Daniel kommt 1958 aus seiner ostdeutschen Heimatstadt, wo ihm als Pfarrerssohn das Abitur verwehrt wird, nach Berlin. Er zieht in ein Schülerheim in Grunewald, wo er auch das Gymnasium besucht, und lebt sich in der neuen Umgebung rasch ein. Mit seinen Zimmergenossen - die alle, wie er, aus der DDR stammen - drückt er nicht nur die Schulbank, sondern sie erkunden gemeinsam die Stadt: Als Zeitungsverkäuferziehen sie allabendlich durch die Kneipen, und wenn das Essen im Schülerheim allzu fade schmeckt, geht es auf eine Erbsensuppe in Aschingers "Stehbierhalle". Sie erleben den Erweckungsprediger Billy Graham, der die Massen im Tiergarten in Verzückung versetzt, und Bill Haley, der den Sportpalast zum Kochen bringt.
In seinem vieldiskutierten Roman erzählt Christoph Hein von einem Vater, dessen Kind die Familie verriet, um sich in den Dienst der RAF zu stellen. Und er erzählt von einem wichtigen, oft verdrängten Stück bundesdeutscher Geschichte. Als der bundesweit gesuchte Terrorist Oliver Zurek bei einem Schußwechsel mit Beamten des Grenzschutzes von einer Kugel tödlich verletzt wird, kommt es zu einem politischen Skandal. Denn die offiziellen Mitteilungen über seinen Tod - es ist von Selbstmord die Rede - stimmen nicht mit den Zeugenaussagen überein. Olivers Vater, ein ehemaliger Gymnasialdirektor, mißtraut den Behörden und versucht, die Wahrheit über den Tod seines Sohnes zu erfahren.
Gegen den Willen ihrer Eltern und ihres Verlobten fährt die 19jährige Paula zur Aufnahmeprüfung der Kunsthochschule nach Berlin. Sie wird Malerin, um den Preis der Verhärtung gegen alle und alles. Sämtliche Beziehungen zu Männern scheitern, die zu Frauen gehören zu den beständigeren, vertreiben jedoch nicht die dominierenden Grautöne aus ihren Bildern. Woher kommt diese Gleichgültigkeit gegenüber den anderen und am Ende gegen sich selbst? Wie werden wir, was wir sind? die Geschichte einer gelungenen Emanzipation.