Daniel Völker verankert den kommunikationswissenschaftlichen Framing-Ansatz als zentralen Teil der Krisenkommunikation. Er befragte dazu Praktiker im Bundesfinanzministerium zu Strategien in der Krise und wertete Medienberichte mit einer groß angelegten Framing-Analyse auf strategische Frames aus. Der Autor bietet nicht nur theoretische und methodische Hinweise zur Weiterentwicklung der Krisen- und Framing-Forschung, sondern gibt auch Einblicke in die Genese von Kommunikationsstrategien. Die einschneidende Finanzkrise 2008/09 zeigt, dass Deutungswettbewerbe im Krisenmodus intensiv untersucht werden müssen, da sie über die Legitimierung von Organisationen hinaus gesellschaftliche Veränderungen ermöglichen.
Verfahrensrecht stellt eine notwendige Ergänzung des materiellen Umweltrechts dar. Verfügbarkeit von Information für den Einzelnen und die Öffentlichkeit ist dabei Grundvoraussetzung für aktive Teilhabe und effektiven Rechtsschutz in Umweltangelegenheiten. In Konsequenz haben das Völker- und das Europarecht vielfältige Pflichten der Staaten zu aktiver Verbreitung und individuellem Zugang zu Umweltinformationen hervorgebracht. Daniel Klein untersucht und systematisiert diese überstaatliche Pflichtenvielfalt mit Blick auf ihre Funktionen, Adressaten, Ausgestaltung sowie ihre Grenzen auf Grund von Rechten Dritter und öffentlichen Schutzgütern. Entwicklungstrends und Wechselbeziehung zwischen internationalem, europäischem und nationalem Recht werden an Hand vieler Beispiele deutlich. Der Information durch Produkt-Labelling und deren welthandelsrechtlicher Beurteilung ist ein eigener Teil gewidmet.
Völker- und Europarechtsfreundlichkeit sind anerkannte ungeschriebene Verfassungsgrundsätze. Sie haben die Aufgabe, bei Regelungskonflikten im Mehrebenenrechtssystem normative Lösungen zu formulieren, um den Mangel an positiv-rechtlichen Konflikt- und Kollisionsnormen zu überwinden. Wesentlicher Baustein ist die "Offene Staatlichkeit" des deutschen Verfassungsstaates, die die überstaatliche Rechtsintegration erlaubt und damit die Offenheit gegenüber dem Einfluss überstaatlichen Rechts auf das nationale Recht formuliert. Dabei gehen die Völkerrechtsfreundlichkeit und die Europarechtsfreundlichkeit über ein rein deskriptives Verständnis hinaus. Sie entfalten konkrete Rechtsfolgen im prozeduralen und materiellen Sinn. Als ungeschriebene Rechtsgrundsätze sind sie an das geschriebene Verfassungsrecht und an die Grenzen des Art. 79 Abs.3 GG gebunden.
Die v lkerrechtliche Regulierung des Waffenhandels war w hrend der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts ein zentrales Thema internationaler Abr stungspolitik. Die Studie untersucht, warum das internationale Gesch ft mit R stungsg tern zum Gegenstand gesellschaftlicher Debatten und internationaler Verhandlungen wurde, was die Regulierungsbem hungen und -forderungen ber die internationale Politik des fr hen 20. Jahrhunderts aussagen und inwiefern sie sie ver nderten. Dabei nimmt sie die Regierungen sowohl der Gro m chte als auch minderm chtiger Staaten, Experten beim V lkerbund, Friedensaktivist*innen und Gewerkschaften in den Blick. Sie zeigt, dass in den Auseinandersetzungen um Waffenhandelsregulierungen zweierlei verhandelt wurde: Erstens ging es darum, imperiale Hierarchien durchzusetzen, aufrechtzuerhalten oder infrage zu stellen. Zweitens ging es um das Machtgef ge in den Gesellschaften der industrialisierten Staaten, das sich im Zuge der imperialen Expansion ver nderte. Der Aufstieg privater R stungsunternehmen fachte Debatten dar ber an, wie kapitalistische Wertsch pfung die Gestaltung internationaler Politik pr gte und welchen Einfluss sie auf Fragen nach Krieg und Frieden hatte.
Handbuch der allgemeinen V lkergeschichte alter Zeiten vom Anfang der Staaten bis zum Ende der r mischen Republik ist ein unver nderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1798. Hansebooks ist Herausgeber von Literatur zu unterschiedlichen Themengebieten wie Forschung und Wissenschaft, Reisen und Expeditionen, Kochen und Ern hrung, Medizin und weiteren Genres. Der Schwerpunkt des Verlages liegt auf dem Erhalt historischer Literatur. Viele Werke historischer Schriftsteller und Wissenschaftler sind heute nur noch als Antiquit ten erh ltlich. Hansebooks verlegt diese B cher neu und tr gt damit zum Erhalt selten gewordener Literatur und historischem Wissen auch f r die Zukunft bei.
Es fehlt mir an Stärke, Ehrgeiz und Mut. Mein Vater hat Recht. Ich habe keinen Namen verdient. Viktor, einst verwahrlostes Straßenkind, wird zum größten Verbrecher Moskaus. Bald schon laufen sämtliche Fäden der russischen Mafia bei ihm zusammen und er ist Dreh- und Angelpunkt des organisierten Verbrechens. Einziger Schandfleck, ist sein Sohn. Vom ersten Augenblick an verachtet Viktor ihn für seine Schwäche. Nicht einmal einen Namen gibt er ihm. Mit sechzehn Jahren schickt er ihn schließlich zur Armee und damit in den Krieg. Doch damit nicht genug. Während sich der Junge als Soldat einen Namen macht, plant Viktor bereits seinen nächsten Racheakt. Vernichtender - und ohne Frage schöner - denn je. Viktor ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, das ausgerechnet sein Sohn einst sein größter Konkurrent in dem gefährlichen Spiel um Geld, Macht und das schiere Überleben sein wird. Ein Experiment der Extraklasse: drei Autoren, eine Geschichte. Doch was Daniel Nagel zusammen mit Christian Volker und Sonja Dreher ins Leben ruft, geht weit über den dreiteiligen Roman "Kriegsträumer" hinaus. Unter dem Namen "Dead Girl Walking Press" starten die drei Autoren eine junge Gemeinschaft für kreative Köpfe, die ihre Ideen nicht einfach nur vorbei ziehen lassen, sondern verwirklichen wollen. Getreu dem Motto: Setz dich hin. Trink Kaffee. Schreib Geschichte.