Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1.0, Georg-August-Universit t G ttingen, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit besch ftigt sich mit G.W. Leibniz' Monadologie aus dem Jahre 1714, die in neunzig knapp gehaltenen Paragraphen seine wohl bekannteste Schrift zur Substanzphilosophie ist und, so wird h ufig behauptet, nur deswegen geschrieben wurde, um noch vor dem Ableben einen berblick ber das eigene philosophische System zu geben. Seine Monadentheorie beschr nkt sich jedoch nicht allein auf die Substanzen, insofern sie ebenfalls als holistische Theorie zum Weltzusammenhang und zur Bedeutung und Wirkungsweise Gottes zu verstehen ist. Leibniz verband in ihr Metaphysik (Ontologie), Physik (Gesetze der Natur und der K rper) und Theologie (Gott und die Gesetze der Moral) zu einem harmonischen Gleichgewicht, und reanimierte in seinem Projekt die seinerzeit unpopul ren aristotelischen substantiellen Formen. Ein genauer Blick auf die innere Struktur des Argumentationsganges der Monadologie und auf die innere Vielfalt an behandelten Themen offenbart, wie K chy gezeigt hat, eine perspektivische Architektonik, durch die die Argumentation von unterschiedlichen Blickwinkeln aus zu einer Synthese ihrer Hypothesen gef hrt wird. Mit der Besch ftigung mit dem Metaphysischen bezweckt Leibniz prim r die Aufbietung einer ganzheitlichen Antwort auf zentrale Fragen der Metaphysik, obwohl sie sich bei ihm vorrangig auf die Ontologie reduzieren lassen: Was ist? Was sind die grundlegenden Komponenten der Welt? Die Beantwortung dieser Fragen als Hauptanliegen erkannt, kann dann au erdem nachgewiesen werden, dass Leibniz sich zu Gunsten seiner zentralen Fragestellung genau sieben Themenkomplexen zuwendet, die jeweils als spezifische Perspektiven und als Widerspiegelungen des gemeinsamen, bergeordneten Grundproblems der Monadologie hervortreten. Gem dieses Interpretationsmodells der perspektivis