Theoretisch-philosophische Entwicklung Herbert Marcuses anhand seiner Werke Der eindimensionale Mensch und Versuch uber die Befreiung
Alexander Uhlig
Grin Verlag
2011
nidottu
Exzerpt aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1, Technische Universit t Chemnitz (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Revolutionsfantasien der Nachkriegsepoche, Sprache: Deutsch, Abstract: Zum theoretischen Stichwortgeber der neuen antiautorit ren Linken avancierte der im kalifornischen Exil lebende Herbert Marcuse. Marcuse floh 1933 aus Berlin ber Genf und Paris nach New York, wo er 1934 am Institut f r Sozialforschung angestellt wurde. In den folgenden Jahren arbeitete er f r die amerikanische Regierung und lehrte an verschiedenen Universit ten, bis er 1954 eine Professur f r Philosophie an der Brandeis University erhielt. Zwischen 1967 und 1969 befand er sich auf Vortragsreise durch Europa, wo er Zeuge der Studentenbewegungen in Paris und Berlin wurde. Zur "weltber hmten intellektuellen Symbolfigur der Studentenrevolte" wurde Herbert Marcuse keineswegs ber Nacht. Es bedurfte eines langen, an der gesellschaftlichen Wirklichkeit orientierten Erkenntnisprozesses. Marcuse selbst bezeichnete seine Arbeiten als "Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft" - so der Untertitel des "eindimensionalen Menschen." Und um die Fehlentwicklungen in den modernen Industriegesellschaften ging es ihm. Marcuse untersuchte die Gr nde, die den Menschen auf dem H hepunkt seiner Entwicklung zu seinen grausamsten Dynamiken bewegt, womit er auf Kriege, totalit re Regime und Massenmord abzielte. Er fragte nach den Mechanismen in Technik, Wirtschaft und Politik, welche die Vernunft des Menschen pervertieren, ihn geistig verarmen lassen und die jeden kritischen Gedanken so wirkungsvoll im Keim ersticken. Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die theoretisch-philosophische Entwicklung Herbert Marcuses anhand seiner Werke zu untersuchen und zu beschreiben. Schwerpunkt stellt jene Entwicklung dar, die Marcuse vom "Eindimensionalen Menschen" (1964) zum "Versuch ber die Befreiung" (1969) nimmt. Zun chst zeichnet er noch e