Judith Butlers Kritik am binaren Geschlechtermodell und dessen sozialen Implikationen
Martin Kramer
Grin Publishing
2010
nidottu
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sozialp dagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universit t Kiel (P dagogisches Institut), Veranstaltung: Theorien der sozialen Arbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit werde ich zuerst das f r Judith Butlers Werk grundlegende Konzept der Dekonstruktion erl utern und den f r ihren Aufsatz "Zwischen den Geschlechtern. Eine Kritik der Gendernormen" elementaren Begriff des 'gender' darlegen und seine Entstehung kurz umrei en, bevor ich mich ihrem Aufsatz selbst zuwende. In diesem geht es zum einen um die Macht der Norm, die sich nach Butler in der Repetition der Anwendung selbst erzeugt und so Realit t erschafft. Zum anderen wirft sie die Frage nach den Grenzen solcher im Vorhinein determinierten Normen auf, speziell inwiefern man jemand gerecht werden kann, der in die etablieren Dimensionen von Geschlecht nicht hineinpasst. Wie werden Normen, nach Butler die impliziten Standards des Normalen, eingesetzt, wie k nnen sie untergraben werden und "was k nnte] es bedeuten ...], restriktiv normative Konzeptionen des von Sexualit t und Gender bestimmten Lebens aufzul sen." Daran schlie t sie berlegungen ber marginalisierte Lebensbedingungen bestimmter Teile der (globalen) Gesellschaft auch in Bezug auf die politische Praxis internationaler Rechtsgrunds tze auf der Basis einer gemeinsamen Minimal-Moral an und kritisiert vor allem die k nstliche Norm des 'Menschlichen' als Grundlage multinationaler und -kultureller Rechtschaffung. In ihrer Conclusio stellt Butler diese Themen in den Zusammenhang mit der "Frage nach der sozialen Ver nderung" und Renovation der Geschlechterbeziehungen, wobei sie davon ausgeht, "dass Theorie selbst ver ndernd wirkt," gleichzeitig aber evidiert, dass sich die Theorie und ihr Vertreter gesellschaftlich und politisch einmischen m ssen, um Ver nderungen zu erwirken. Dieser Argumentation folgend liefere ich im Fazit einige Beispiele aus dem konkreten sozialp dagogischen Arb