The Max Planck Society (MPG), one of the most successful research institutions worldwide, serves as a prime example of the German science system, in which hierarchies and relations of dependency play a major role. This body stands center stage in the present book, which analyzes processes of socio-cultural and structural transformation at the MPG during the first fifty years of its existence-from the non-transparent interdependencies typical of informal networks to a modern research institution geared towards gender equality policy. Two women's working worlds within this research organization are analyzed through a cultural history and history-of-science lens. One of them, science, was long closed to all but a tiny number of women. The other was the office, where most women in this context worked most of the time. What promoted female scientific careers at the MPG, what obstructed them, and what role did the Harnack Principle, the MPG's own structural principle of the personality-centered organization of research, play in these processes?The book also foregrounds the negotiation of gender equality processes beginning in the late 1980s, which helped break down the traditional gender order and trigger a cultural shift at the Max Planck Society.
Die Klausur steht bevor, die Zeit drängt und Sie haben den Stoff immer noch nicht drauf? So wie Ihnen geht es vielen! Birgit Ebbert erklärt, wie Sie sich auch unter Zeitdruck auf Klausuren vorbereiten können, ohne in Panik zu geraten. Aber damit es beim nächsten Mal anders wird, hilft sie Ihnen zunächst herauszufinden, welcher Lerntyp Sie sind und welcher Lernstil für Sie passend ist. So können Sie die in diesem Buch vorgestellten Techniken optimal anwenden. Erfahren Sie welcher der richtige Ort für Sie ist - ob in der Gruppe, in der Bibliothek oder allein vor dem Computer -, wann Ihre optimale Lernzeit ist und welche Konzentrations- und Merktechniken für Sie geeignet sind. Außerdem zeigt Ihnen die Autorin, wie Sie motiviert bleiben und sich auch zwischendurch entspannen. So können Sie der nächsten Klausur, dem nächsten Referat oder auch der Abschlussarbeit gelassen entgegensehen.
Richtig abgerechnet! Möchten Sie in die Lohn- und Entgeltbuchhaltung einsteigen? In diesem Buch lernen Sie nicht nur den exemplarischen Ablauf einer Entgeltabrechnung kennen, sondern verstehen auch das »Drumherum«, das Sie dazu beherrschen müssen: die gesetzlichen Grundlagen, Lohn- und Entgeltarten, Wissenswertes zur Lohnsteuer und zur Meldung bei der Sozialversicherung und vieles mehr. Und schon bald werden Sie alle Mitarbeitenden Ihres Unternehmens – vom Minijobber über die frisch gebackene Mutter bis hin zum Vorruheständler – mit einer korrekten Lohnabrechnung versorgen. Sie erfahren Wie die einzelnen Schritte einer Lohnabrechnung aussehenWelche steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Grenzen Sie kennen solltenWelche Entgeltbestandteile es in Deutschland geben kannWissenswertes zu Entgeltfortzahlung, Mutterschutz, Umlagen und Co.
Mane Jahoda Aus zwei engverbundenen Griinden ist dieses Buch ein bedeutsamer Beitrag zu der weitschweifenden und umfangreichen sozialwissenschaftlichen Literatur iiber die Arbeit. Zum ersten ist die Erfassung des Alltagserlebnisses der industri- ellen Arbeit im konkreten Detail kaum je noch in diesem AusmaB versucht wor- den. Zum zweiten beruht dieses Buch auf einer weitgehend vernachlassigten Konzeption der Sozialpsychologie, die es versteht, die Abstraktionen moderner Philosophen in empirische Zugangsweisen zu iibersetzen. Das Erlebnis der Arbeit ist situationsbedingt, in der vorliegenden Untersu- chung eines GroBbetriebs bedingt durch eine kritische Situation, in der techni- sche Innovationen und okonomische Faktoren die Sicherheit des Arbeitsplat- zes bedrohen. In dieser Hinsicht ist der untersuchte Betrieb nur allzu typisch fiir die gegenwartige Industriearbeit. Dariiber hinaus aber bietet jeder Betrieb natiirlich eine spezielle Situation dar. Das wirft ein Problem auf: Kann man von dem intensiven Studium der Erlebnisperspektiven in einem Einzelfall allgemei- ne SchluBfolgerungen ziehen? Die Rolle des Einzelfalls in der Untersuchung allgemeirier Probleme ist in . vielen Richtungen der modernen Sozialforschung durch die Konzentration auf das Experiment und die fortschreitende Entwicklung der Methodik von Mas- senerhebungen in den Hintergrund gedrangt worden. Urn gewisse Fragen anzu- gehen, haben solche weitgehend mechanisierten Untersuchungen natiirlich ihren Platz. Aber es ist unvermeidlich, daB sie an der Oberflache des Erlebens bleiben, in dessen Tiefe Dinge zahlen, die nicht gezahlt werden konnen. Fiir die Frage, die die Autoren dieses Buches sich gestellt haben, sind solche Zugangsweisen ungeeignet.
Sie begegnen uns täglich allerorten - die Prominenten. Sie lächeln von Plakatwänden, strahlen uns vom Bildschirm entgegen, sind Gegenstand der allmorgendlichen Zeitungslektüre. Sie stehen ständig im Licht der Öffentlichkeit. Doch wer sind diese Personen? Worauf beruht ihr herausragender Status und wer hat für ihre Bekanntheit gesorgt? Welches Image haben sie beim Publikum und inwieweit nehmen sie Einfluß auf Meinungen und Einstellungen? Theoretisch und empirisch widmet sich das Buch diesen Fragestellungen.
In Risikofragen ist kein Konsens zu erzielen. Die Differenz zwischen jenen, die uber Risiken entscheiden, und jenen, denen zugemutet wird, mit diesen Risiken zu leben, ist aufgebrochen. Ein Riss ist entstanden, unwiderruflich, und durch nichts zum Verschwinden zu bringen. Jeder Versuch in eine solche Richtung ist nicht nur zum Scheitern verurteilt, sondern birgt zudem seinerseits nicht zu unterschatzende Risiken fur die Gesellschaft. "Der Risikodiskurs" ist eine soziologische Studie, die uber die Risiken und Nebenwirkungen des Risikodiskurses umfassend informiert.
Die Hauptentwicklungslinien von Altenhilfe und Altenplanung in der Bundesrepublik seit 1950 beschreibt diese empirische Arbeit, die auch als eine 'Geschichte der Altenhilfe' gelesen werden kann. Nicht nur durch einen 'objektiven Problemdruck' wie z. B. die demographische Veränderung kann diese Entwicklung erklärt werden, sondern mindestens ebenso wichtig sind kulturelle Faktoren wie stereotype Vorstellungen und Wahrnehmungen von Alter als sozialem Problem. Woher die einzelnen Entwicklungen kommen und wie sie von unterschiedlich beteiligten Gruppen - Wissenschaft, Sozialarbeit und Verwaltung - rezipiert werden, wird beleuchtet. Ein im Hinblick auf die aktuelle Diskussion überraschendes Ergebnis ist, daß eher Kontinuität als Wandel die Entwicklung der Altenhilfe bestimmt hat.
Religion hat die Entstehung und Entwicklung familienpolitischer Massnahmen in Westeuropa nachhaltig beeinflusst. Die Kirchen, ihre Verbande und die christdemokratischen Parteien stellen dabei wichtige Akteure dar. Die Studie zeichnet nach, in welchem Umfang diese Organisationen die Familienpolitik gestaltet haben. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die klassischen familienpolitischen Felder Mutterschutz, Erziehungsurlaub, Kinderbetreuung und Kindergeld. Untersucht werden Deutschland, Belgien, Osterreich und die Niederlande. Die familienpolitischen Variationen zwischen diesen Landern werden durch eine systematische Gesellschaftsanalyse der kulturellen, okonomischen und politischen Institutionenordnung erklart.
Biographietheorie und -analyse stellen in den letzten Jahren nicht nur ihre Bedeutung für Forschung und Wissenschaft unter Beweis, sondern ihre Relevanz wird zunehmend auch unter praxisrelevanten Gesichtspunkten im Hinblick auf soziale, pflegerische und pädagogische Handlungsfelder unter dem Stichwort Professionalisierung diskutiert. Die Einführung in die biographieorientierte Fallrekonstruktion verfolgt das Ziel, zentrale Paradigmen der Biographieforschung vorzustellen sowie die Bedeutung der Methode für die Praxis zu skizzieren. Methodologische, methodische und praxisbezogene Aspekte werden auf der Grundlage empirischer Beispiele anschaulich illustriert.
Im Zuge der Diskussion zum New Public Management und der gegenwärtig zu beobachtenden Umstrukturierungsprozesse im öffentlichen Sektor stellt sich die Frage nach den Aufgaben des Staates in der Gesellschaft und der Beziehung zwischen Staat und Gesellschaft neu. Vor allem feministische Sozialstaatsdiskussionen, aber auch Auseinandersetzungen mit dem Konzept der "doppelten Vergesellschaftung", der Individualisierungsthese sowie die kommunitaristischen Ansätze sensibilisieren für weitere gesellschaftliche Risiken, die ein weitgehender Rückzug des Staates, ein konsequenter Bezug auf die Handlungsspielräume einzelner Gesellschaftsmitglieder und eine unbegrenzte Ausweitung marktwirtschaftlicher Mechanismen in sich bergen.
Lange galt es als ausgemacht, dass im Modernisierungsprozess mit fortschreitendem Wachstum von städtischen Ballungsräumen zu rechnen sei. Doch gerade die industrialisierten Nationen erleben seit einigen Jahrzehnten einen ungewohnten Trend: das Schrumpfen von Städten. Auch in beiden Teilen der Bundesrepublik Deutschland gibt es immer mehr schrumpfende Städte. Städte, in denen die ökonomische Basis erodierte und deren Einwohnerzahlen aufgrund von Abwanderung oder Geburtendefiziten beständig abnehmen. In der Studie wird auf der Basis einer empirischen Analyse der Stadtentwicklungspolitik in den Städten Duisburg und Leipzig der Frage nachgegangen, wie Städte auf ausbleibendes Wachstum und Schrumpfungsprozesse reagieren und unter welchen Bedingungen es gelingt, neue Politiken zu institutionalisieren, die den Schrumpfungsprozess als ein langfristiges und zu steuerndes Problem begreifen.
Einleitung Wenn auch das Hauptgericht aus der regionalen Küche stammte, so konnte es doch mit schwedischen Appetithäppchen, französischem Salat, amerikanischer Vorspeise und einem deutschen Dessert zum Menü vervollständigt sein. Denn als die jungen ostmitteleuropäi- 1 schen Demokratien ihre neuen Verfassungen kreierten, stand ihnen eine erhebliche A- wahl erprobter Garantien für eine stabile und freiheitliche Ordnung zur Verfügung, die nun entsprechend nationaler Anknüpfungspunkte zu neuen Gesamtmodellen kombiniert w- den. Insbesondere konnten sie sich zwischen verschiedenen Modellen der Gewaltenteilung, des Wahlrechts, der Wirtschafts- und Sozialverfassung, Grundrechtskatalogen und auch mehreren Formen der Verfassungsgerichtsbarkeit entscheiden. Ein solcher „Verfassungsek- 2 lektizismus“ hat durchaus Tradition. Schon die ersten amerikanischen Verfassungen des 18. Jahrhunderts verarbeiteten englische und französische, antike und neuzeitliche Ideen und die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte profitierte wiederum in hohem Maße von amerikanischen Vorbildern. Auf diese Weise entstand im Lauf von drei Jahrhunderten eine abendländische Verfassungstradition, die weltweite Anerkennung fand und zuletzt die Transformation in Ostmitteleuropa maßgeblich beeinflusst hat. Auch das deutsche Grundgesetz hat hinsichtlich seines Grundrechtskataloges oder der Kompetenzen des Bundesverfassungsgerichtes viele Nachahmer gefunden. Geht es aber darum, im eigenen Staat etwas von den Verfassungen der Nachbarn zu übernehmen, sind gerade deutsche Verfassungsjuristen und Politologen zurückhaltend. Denn trotz vieler ähnlicher Elemente, wie Gewaltenteilung, Grund- und Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, sind es die Unterschiede in derAusführung und der Gewichtung, die das Menü, um im Bild zu bleiben, erst gelingen lassen.
Zunehmend sieht sich auch die Mittelschicht von Prozessen sozialer Ausgr- zung bedroht und befindet sich u. U. bereits in einer Zone der Verwundbarkeit (Castel 2000a). Das hat das Gefuhl eines Unbehagens hervorgebracht, welches dazu fuhrt, dass in den letzten Jahren die Diskussion um Exklusion und Inklu- on, um UEberflussige, um Entkopplung und Prekaritat angefacht wurde. Erst mit der Angst, dass gesellschaftliche Strukturprozesse auch die Welt der Mitt- schicht erschuttern koennen, scheint ein verstarktes Nachdenken uber Fragen sozialer Ungleichheit, die sich jenseits horizontaler Ungleichheitsaspekte absp- len, auf die Tagesordnung gebracht zu haben. Das gilt insbesondere fur Deuts- land, wo der sich in anderen europaischen Landern bereits intensiv abspielende Diskurs um soziale Exklusion und soziale Ungleichheit, lange Zeit weithin un- achtet blieb (Kronauer 2006). Doch auch in Deutschland scheint, wenn auch noch wenig empirisch - forscht und belegt, Unbehagen daruber zu existieren, dass zu Beginn des neuen Jahrtausends die Gefahren sozialen Ausschlusses sich fur eine wachsende - zahl von Menschen vergroessert haben (Bude 2004). Dabei wird vielfach betont, dass die "Schockwellen" (Castel 2000a) einer neuen Furcht vor sozialem A- schluss insbesondere aus der Mittelschicht herruhren (Vogel 2004; Barthelheimer 2002; Castel 2000a, 2000b; Kronauer 2002, 2006; Newman 2000).
In den 1980er Jahren setzte in der deutschen Gesellschaft ein bis dato beispi- loser 'Gedachtnisboom' ein, der sich nach jahrzehntelangem kollektiven Schw- gen der erinnernden Aufarbeitung des Holocaust zuwandte. Als Initialzundung wird hier oftmals die Rede Richard von Weizsackers zum 40. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1985 angesehen. Die neue 'Geschichtsbesessenheit' ausserte sich in zahllosen historischen Debatten, Ausstellungen, Romanen, Sa- buchern, Filmen, Dokumentationen und Fernsehserien: "Noch nie zuvor hat[te] sich eine Zeit, eine Nation, eine Generation so reflektiert und reflektierend mit 1 sich selber und ihrer Herkunft befasst" . Parallel ist das Thema der Geschich- erinnerung zu einem viel diskutierten Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden: So unterschiedliche Disziplinen wie die Soziologie, Religionswiss- schaft, Psychologie, Literaturwissenschaft oder Kunstgeschichte beschaftigen sich mit dem Gedachtnisbegriff, der inzwischen zu einem neuen "Paradigma", 2 einem "Leitbegriff der Kulturwissenschaften" avanciert ist und zu dem inz- schen eine kaum mehr uberblickbare Menge an Literatur erschienen ist. Diese Tendenz ist keineswegs auf Deutschland beschrankt, sondern ist als internatio- les Phanomen zu beobachten. Zur Begrundung der anhaltenden Konjunktur des Gedachtnisthemas werden unterschiedliche Vermutungen hervorgebracht: Aleida Assmann fragt 1 ASSMANN, Aleida: Geschichtsvergessenheit - Geschichtsversessenheit. Vom Umgang mit de- schen Vergangenheiten nach 1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999. S. 11. 2 Vgl. ASSMANN, Aleida: "Gedachtnis als Leitbegriff der Kulturwissenschaften. " In: MUSNER, Lutz; WUNBERG, Gotthart (Hrsg. ): Kulturwissenschaften: Forschung - Praxis - Positionen. WUV, Wien 2002. S. 27-45; ASSMANN, Jan: Das kulturelle Gedachtnis. Schrift, Erinnerung und poli- sche Identitat in fruhen Hochkulturen. Beck, Munchen 1992. S. 11.
Macht tendiert dazu, missbraucht zu werden. Beruhend auf dieser Erkenntnis etabliert der demokratische Verfassungsstaat ein komplexes System von Machtstreuung und -beschränkung: Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, eine mit justiziablem Vorrang bewährte Verfassung und demokratische Kontrollen machen ihn zu einem Erfolgsmodell, das die Bürger in vorher nie gekanntem Ausmaß vor Unterdrückung und Willkür schützt. Aber hat er auch Zukunft? Wie verträgt sich der demokratische Verfassungsstaat beispielsweise mit Forderungen nach mehr innerer Sicherheit, mit den Sonderbedingungen junger postautoritärer Demokratien oder mit der schwierigen Zuschreibung von Verantwortlichkeit in Mehrebenensystemen? In kompakter Form stellt dieses Buch die Entwicklung und tragenden Elemente des demokratischen Verfassungsstaats vor und skizziert die wichtigsten neuen Herausforderungen.