Diese Einfuhrung in Turbo Pascal 6.0 setzt keinerlei Programmierkenntnisse beim Lesen voraus. Ausgehend von kleinen Beispielen, die bewusst einfach gehalten sind, wird der Leser systematisch Schritt fur Schritt mit allen Moglichkeiten von Turbo Pascal 6.0 vertraut gemacht. Die Darstellung ist sehr ubersichtlich, die Sprache ist "locker", dabei aber schnorkellos. Eine reichhaltige Bebildung, Ubungen mit Losungen unterstutzen den Lernerfolg. Durch einen ausfuhrlichen Nachschlageteil wird das Buch langfristig aktuell bleiben.
Mit diesem Buch wird Ihnen als Pascal-Einsteiger eine Hilfe an die Hand gegeben, mit der Sie Ihre ersten Anwendungen programmieren können. Aber auch als fortgeschrittener Anwender werden Sie zahlreiche Tips und Tricks finden, auf die Sie schon lange gewartet haben. Sie werden erstaunt sein, wieviel Ihnen geboten wird. Insgesamt finden Sie nicht nur - wie im Titel versprochen - 100, sondern sogar 103 wertvolle Rezepte für TurboPascal zusammengetragen. Jedes Rezept enthält außer einer nützlichen Prozedur oder Funktion auch ein inter essantes Anwendungsbeispiel, wie etwa trigonometrische Berechnungen, Umrechnungen von Temperaturen oder U-Boot versenken. Jedes Rezept bringt Ihnen einen vollen Lernerfolg. Sie werden nach wenigen Minuten bereits Ihre ersten Programme geschrieben haben. Sie können die Rezepte direkt als Bibliothek übernehmen oder auf Ihnen aufbauend eigene Anwendungen daraus gestalten. Zur Erhaltung der Übersicht wird nur das Wesentliche als Programmcode wiedergegeben. Im fortgeschrittenen Stadium gehen Programmierer im allgemeinen dazu über, möglicherweise auftretende Fehler abzufangen und zu bearbeiten. In diesem Büchlein wird bewußt darauf verzichtet, da anderenfalls der Umfang dreimal so groß geworden wäre. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen neben einer gekürzten Version auch eine kompliziertere Vollversion als Rezept zu finden ist. Sollten Sie keine Lust haben, die zahlreichen Tips und ProgrammbeispieIe seIbst einzutippen, können Sie den gesamten Quellcode dieses Buches in lauffähiger Form (Units und Programme) bei mir für 29.80 DM erwerben (Heinrich-Heine-Weg 13, W- 2358 Kaltenkirchen).
Besser als in ALGOL_60. bereits vergleichbar mit Ada. wurde in Pascal daflir gesorgt. daB der maximal schnelle Ablauf einer FOR- Schleife nicht gestort werden kann. z.B. FOR 1: =1 STEP 1 UNTIL 9 DO WRITE(I) Das Lau(mkrement ist stets der ordinale Nachfolger. Laufparame- ter und Laufgrenzen konnen innerhalb der Schleife Dicht wirksam veriindert werden (give a fool no chance). Leider gibt es flir Pas- cal-Schleifen auBer unstrukturiertem GOTO noch keine mode me EXIT Konstruktion wie in Ada. Anders als sonst in der ALGOL-Familie ublich, konnen in Pascal leider keine ARRAY's mit dynamisch einlesbaren Indexgrenzen ver- einbart werden. Dieser Mangel wurde bei der ISO Pascal Standar- disierung (level 1) etwas ausgeglichen durch Neuhinzunahme des Konzepts der konformen Reihungsschemata bei der Unterprogramm-Pa- rameteriibergabe (Kapitel 7), Die vorhandenen Einl Ausgabeprozeduren READIWRITE mit Argu- ment (leider variable Argument-Anzahl) und optionalen Format-Para- metem sind hinreichend einfach zu handhaben. Meinen Horem und studentischen Mitarbeitem, insbesondere Herm T. Fricke, A. Fricke, R. Pahl und meinem Sohn Lutz Feldmann bin ich flir die kritische Durchsicht des Skripts und flir Anderungsvor- schlage zu Dank verpflichtet. Fur freundlichen Zuspruch bei der VerOffentlichung dieses Buches danke ich den Herren A. Schubert (Fassung 1983) und R. Klockenbusch (vorliegende Neufassung) vom Vieweg Verlag (Wiesbaden). Fur klarende Diskussion auftretender Fragen danke ich Herm R. Nicolovius (Hamburg).
Durch das Erscheinen von BORLAND PASCAL ist es moeglich geworden, Pascal-Pro- gramme nicht nur fiir den REAL MODE, sondern auch fiir den PROTECTED MODE und fiir WINDOWS zu schreiben. Naturgemass umfasst BORLAND PASCAL nur die grundlegenden Routinen; fiir anspruchsvolle Anwendungen ist noch einiges an zusatzli- cher Arbeit erforderlich. Hier bietet das vorliegende Buch eine Hilfestellung. Es enthalt eine Sammlung von 100 Rezepten, die als nutzliche Bestandteile von DOS- und WINDOWS-Programmen ge- dacht sind. Selbstverstandlich ist es moeglich, die Rezepte den eigenen Bedurfnissen an- zupassen. Um die Rezepte sinnvoll einsetzen zu koennen, muss der Leser wissen, wie ein BORLAND-PASCAL-Programm aufzubauen ist. Nach Durcharbeiten der Dokumenta- tion zu BORLAND-P ASCAL durfte das kein Problem mehr darstellen, so dass auch der Anfanger nach kurzer Einarbeitung die Rezeptsamm1ung nutzen kann. Ein einzelnes Rezept besteht meist aus dem Programmtext mit der zugehoerigen Funk- tionsbeschreibung, einem AnwendungsbeispieI und zusatzlichen Hinweisen. Die Be- standteile eines Rezepts sind durch folgende Symbole gekennzeichnet Programmtext und Funktionsbeschreibung ("Wie wird gekocht?") Der Programmtext ist durch eine einfache Umrahmung hervorgehoben. Anwendungsbeispiel ("Wie wird serviert?") Zusatzliche Hinweise ("Achtung!") Abwandlungsvorschlag ("Wie wird gewurzt?") Die Rezepte sind nach Sachgruppen zusammengefasst; der Anfangsbuchstabe der jewei- ligen Sachgruppe dient zugleich der Nmnerierung.
Man muß nicht Pascal-Fanatiker sein, um sich für diese Sprache zu begeistern. Aber so bald man das Programmieren als besonderen Anspruch an die logische Eigenleistung be greift, wird man dieser Programmiersprache wegen der durch sie bereitgestellten Sprach elemente und -möglichkeiten ihren eigenen bedeutsamen Platz einräumen. Ob es sich dabei um die eigene Art der Unterabläufe oder der Rekursionen, die Flexibilität der anpaßbaren Datentypen oder die sich fast von selbst ergebende weitreichende Verban nung von Sprüngen handelt . . . immer wieder findet man neue Kombinationsmöglichkei ten, die den eigenen konsequenten Standpunkt herausfordern. Natürlich kann dieses Buch nicht alles erfassen, was sich an Kombinationen und Strukturtiefen eröffnet, aber es be müht sich, durch die Vielfalt an Beispielen Anstöße zur weiteren eigenen Entwicklung zu geben. Die Lösungen können nur problemangepaßte Vorschläge sein, für die Sie in der Regel auch neue und andersartige Realisierungen finden können. Vor dem Einstieg in die Unterabläufe (Funktionen, Prozeduren) werden diverse Aufgaben behandelt, die - wie dies auch dort notwendig ist - in einem einzigen Block (Hauptpro gramm) programmiert werden können. Wenn Sie dann die Unterabläufe kennengelernt haben, liegt es an Ihnen, auch derartige frühere Programme in Funktionen oder Prozedu ren aufzugliedern. Überhaupt sollten Sie zunächst versuchen, die Aufgaben ohne Zuhilfenahme des Lösungs teils zu bearbeiten. Andererseits sollten Sie sich durchaus auch mit den vorgegebenen Lö sungen auseinandersetzen, sie verstehen, sie nach eigenen bereits vorhandenen Zusatz kenntnissen abändern und auch evtl. weitere Realisierungsperspektiven aus ihnen kennen lernen.
Dieses Buch verfolgt zwei Ziele: Neben der Einführung in die Programmiersprache Pascal anhand des ISO-Standard-Pascal werden grundlegende Programmiertechniken und guter Programmierstil vorgestellt. Beide Ziele werden nicht getrennt verfolgt, sondern in einer harmonischen Synthese. Der Stoffvermittlung liegen viele Beispiele zugrunde, für die stets vollständige Musterprogramme erarbeitet werden. Diese Musterprogramme sind als Dialogprogramme aufgebaut, sie basieren also auf einem Terminal als Schnittstelle zwischen Programmierer und Computer. Die Anwendungsbeispiele stammen aus verschiedenen Einsatzbereichen der Datenverarbeitung, setzen zu ihrem Verständnis aber keine Kenntnisse der höheren Mathematik voraus. In einem Anhang sind die Syntaxdiagramme zusammengefaßt.
This book is intended as a text for a course in programming languages. The pre requisites for such a course are insight in structured programming and knowledge as well as practical experience of at least one (e.g., Pascal) of the programming languages treated in the book. The emphasis is on language concepts rather than on syntactic details. The book covers a number of important language concepts that are related to data struc tures. The comparison of the programming languages Pascal, Algol 68, PL/1 and Ada consists in investigating how these concepts are supported by each of these languages. Interesting evaluation criteria are generality, simplicity, safety, readability and portability. The study of programming languages is based on a simple model called SMALL. This model serves as a didactic vehicle for describing, comparing and evaluating data structures in various programming languages. Each chapter centers around a specific language concept. It consists of a general discussion followed by a number of language sections, one for each of the languages Pascal, Algol 68, PL/1 and Ada. Each of these sections contains a number of illustrating program fragments written in the programming language concerned. For each program fragment in one language, there is an analogous fragment in the others. The book can be read "vertically" so that the programming languages Pascal, Algol 68, PL/1 and Ada are encountered in that order several times. A "horizontal" reading of the book would consist in selecting only those sections which only concern one language.
Gegenstand dieses Buches ist der sinnvolle Umgang mit klassischen Programmier- sprachen. Darunter werden die in der Praxis verbreiteten prozeduralen Sprachen verstanden, deren bekannteste Vertreter Fortran, Cobol, PLII, Basic und Pascal sind. Die Idee, dieses Buch zu schreiben, entstand angesichts der unbefriedigenden Situation auf dem Gebiet der Programmiersprachen. Obwohl die Informatikfor- schung in den letzten zehn bis funfzehn Jahren zahlreiche Sprachen hervorgebracht hat, die hervorragend aufgebaut sind und uber durchgangige und klare Sprachkon- zepte verfugen, werden nach wie vor in der Praxis hauptsachlich Programmierspra- chen eingesetzt, die vor dieser Zeit entstanden sind und nach heutiger Einschatzung entscheidende Mangel aufweisen. Es erscheint fraglich, ob die neue Generation von Programmiersprachen jemals die "alteingesessenen" Sprachen verdrangen kann, zumal die Flexibilitat der Betrie- be in dieser Hinsicht nicht besonders gross ist: viele betriebliche EDV-Anwender befinden sich noch heute im Stadium der Assembler-Programmierung, und haufig gilt es bereits als enormer Fortschritt, wenn uberhaupt der UEbergang zu Cobol oder einer anderen hoeheren Programmiersprache vollzogen wird. Die Entstehung des Software Engineering und die Weiterentwicklung der Soft- waretechnologie in den letzten ein bis zwei Jahrzehnten trugen dazu bei, dass wichti- ge Sprachelemente fur den sinnvollen Aufbau von Programmen und Programmsy- sternen in die neuentwickelten Sprachen bereits aufgenommen wurden. Dagegen bleibt der Anwender alterer Sprachen mit Schlagwoertern wie "struktu- rierte Programmierung", "schrittweise Verfeinerung", "Modularisierung", "Infor- mation Hiding" u. a. zunachst alleingelassen. In seiner Programmiersprache findet er keine oder nur wenige Ausdrucksmittel, die auf diese Konzepte unmittelbar zu- geschnitten sind.
Dieses Buch gibt eine Einführung in Pascal, die auch für Anfänger ohne Informatikkenntnisse verständlich ist. Schwerpunkt ist eine genaue Formulierung und weitgehend programmiersprachenunabhängige algorithmische Lösung von Problemen. Auf diesem Wege werden die Grundsätze zum Schreiben guter Pascal-Programme illustriert, da es nicht ausreicht, lediglich den Formalisierungsprozess zu erklären, der sich mit dem Programmieren verbindet. Die Darstellung des Buches ist hervorgegangen aus Kursen an der Universität Karlsruhe für Diplom-Wirtschaftsingenieure.
In der Formierungsphase der Neuzeit hat Blaise Pascal den durch den Fortschritt der Wissenschaften verursachten Wandel des Weltbildes sowohl existentiell erlitten wie kritisch reflektiert. Das zentrale Anliegen Pascals, der selbst ein bedeutender Wissenschaftler war, bestand darin, eine Vernunftkonzeption zu entwickeln, die der Wissenschaft ebenso wie dem religiösen Glauben Raum gibt. In den Beiträgen dieses Bandes der Reihe Neue Horizonte der Religionsphilosophie wird zum einen das Projekt Pascals im Kontext des 17. Jahrhunderts hermeneutisch erschlossen. Zum anderen wird systematisch reflektiert, welche Bedeutung ihm in den gegenwärtigen Kontroversen um ein gemessenes Verhältnis von Vernunft und Religion, Gott und Säkularität zukommen kann.