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Der Herr Der Wurmer: Leben Und Werk Des Wiener Arztes Und Parasitologen Johann Gottfried Bremser (1767-1827)
Johann Gottfried Bremser (1767-1827) liess sich 1797 in Wien als praktischer Arzt nieder, wo er sich als "Wurmdoktor" und engagierter Verfechter der Kuhpockenimpfung einen Namen machte. Ab 1808 war er im "k. k. Naturalien - Cabinete" tatig, wo er die weltgrosste "Eingeweidewurm-Sammlung" anlegte. Er konnte das Wissen uber den Korperbau und die Vielfalt dieser Tiere betrachtlich vermehren und veroffentlichte seine Studien in wissenschaftlichen und popularen Schriften. Bremser gilt als Galionsfigur der Parasitologie in Osterreich und war Vorbild und Mentor einer ganzen Generation von Arzten und Naturforschern. Wegen seiner Bildung, seinem Witz und seiner Streitbarkeit ist seine Biographie im Spannungsfeld wissenschaftlichen Umbruchs im fruhen 19. Jahrhundert von besonderem Reiz.
Affirmation Und Kritik Des Modernen Zeitregimes Bei Friedrich Schiller, Heinrich Heine Und Gottfried Keller: Konzeptionen Von Zeit Und Geschichte 1789
Dass sich moderne Gesellschaften in ihrem Denken und Handeln seit dem 18. Jahrhundert zunehmend auf die Zukunft ausrichten, stellt nicht das Ergebnis eines nat rlichen Prozesses dar, sondern ist auf eine komplexe Diskursformation zur ckzuf hren: das moderne Zeitregime. Seinen deutlichsten Ausdruck findet diese Zeit- und Geschichtskonzeption in der Fortschrittsidee, die sich geradezu als Mythos der Moderne bezeichnen l sst. Die Studie zeichnet die zwischen Affirmation und Kritik schwankende Haltung Friedrich Schillers, Heinrich Heines und Gottfried Kellers gegen ber diesem Schl sselkonzept der Moderne nach. Artikulieren die drei Autoren in ihren fr hen Schriften noch die Hoffnung auf die "Emanzipation der ganzen Welt" (Heine), so nehmen sie in ihren Sp twerken auch die Kosten und Opfer des Fortschritts in den Blick wie insbesondere die Naturzerst rung und die Unterwerfung der au ereurop ischen V lker im Kolonialismus. Die Studie verbindet nicht nur literarische, geschichtsphilosophische, soziologische und postkoloniale Perspektiven, sondern wirft zugleich ein Schlaglicht auf die multiplen Krisen unserer Gegenwart, in der die Fortschrittsidee l ngst ihre Anziehungskraft verloren hat, ohne dass ein Ersatz erkennbar w re.