A wenig a Tristesse, a wenig a Schm h, oba ane Kultur: So lie en sich die Lebensumst nde wie der Seelenzustand der kaiserlichen Untertanen im Habsburger Reich beschreiben. Die morbid-charmante Historie der sterreichisch-ungarischen Donaumonarchie bildet den zeitlichen Hintergrund des neuen Romans von Franz Spichtinger. Ferdinand Polschitz, den sie im s db hmischen Prachatitz achtungsvoll den b hmischen Herrn Ferdinand nennen, ist der Hauptprotagonist der facettenreichen Romanerz hlung. Das sterreichische Linz und das prunkvolle, ausgelassene Wien der Jahrhundertwende mit seiner spezifischen Lebensqualit t, aber auch das b hmische Juwel Prag an der Moldau, vor allem aber der B hmische Wald sind Stationen dieses an Metaphern und literarischen Miniaturen reichen Romans. Aus dem Reigen der Figuren stechen Anna Anzengruber, ein Gew chs aus dem M dlinger Pflanzgarten, und die neureiche Jarmilla hervor, Witwe des fr h verstorbenen Rittmeisters von Wesowitz, ane gyptische Potifar, welche aus einfachen Verh ltnissen in den niederen Adelsstand aufstieg. Der Autor legt einmal mehr einen erfrischenden, authentischen und sprachlich berzeugenden Roman vor.