Die drei Geschichten aus dem Leben des Landstreichers Knulp, einem Nachfahren von Eichendorffs "Taugenichts", z hlen zu den reizvollsten St cken der fr hen Prosa Hermann Hesses. In der Folge seiner Werke geh ren sie zum gro en Zyklus seiner "Gerbersau"-Erz hlungen, der uns das Leben in einer schw bischen Kleinstadt um die Jahrhundertwende am Beispiel zahlreicher charakteristischer und gr tenteils authentischer Einzelschicksale berliefert.
Hermann Hesses Geschichte des Brahmanensohns Siddhartha, der sich aufmacht, sich selbst zu finden, ist ein Klassiker der modernen spirituellen Literatur. Erschienen 1922, bezaubert das Buch bis heute seine zahlreichen Leser, die es immer wieder aufs Neue f r sich entdecken. Worauf beruht die Faszination dieser einfachen und doch so tiefgr ndigen Erz hlung? In seinem ausf hrlichen Kommentar erl utert Eberhard Ostermann alle wichtigen Aspekte des Textes: von den biografischen Hintergr nden seiner Entstehung ber die Fragen des Stils und Aufbaus bis hin zu seinem religi sen und philosophischen Gehalt. Zur Sprache kommt auch der geistes- und sozialgeschichtliche Kontext, in den das Werk eingeflochten ist. Dabei werden die Ergebnisse der Forschung auf behutsame und allgemein verst ndliche Weise eingearbeitet. Dem Leser steht somit ein klar gegliedertes und gut lesbares Handbuch zur Verf gung, das auf nahezu alle Fragen zu Hesses "Siddhartha" eine Antwort gibt. Das Buch wendet sich ebenso an den Anf nger, der neugierig ist auf ein viel gelesenes und viel ger hmtes, teils auch geschm htes Werk der Literatur, wie an den Fortgeschrittenen, der sich, sei es in der Schule, sei es im Studium, mit Hesses Erz hlung besch ftigt, und nicht zuletzt berrascht es den Kenner, der schon alles ber einen altbekannten Text zu wissen meint, mit neuen Einsichten und Perspektiven.
Die Studie verfolgt Hesses Rolle als Kritiker zwischen 1907 und 1936 anhand von Besprechungen in den drei genannten Zeitschriften. Das Rezensionsmaterial wurde mit Hilfe eines Computerprogramms auf verschiedene Punkte hin untersucht: Veranderungen in Hesses Vorliebe fur verschiedene literarische Gattungen, Zeitperioden, Belletristik oder Sachbucher konnten festgestellt werden. Der Einfluss der politischen Situation auf seine Rezensionstatigkeit wurde betrachtet. Eine nahere Analyse gilt den Autoren, die Hesse mehrmals berucksichtigte. Die Arbeit befasst sich vorwiegend mit Buchern deutschsprachiger Autoren."
Die kritische Untersuchung von Hermann Hesses Kunstauffassung geht vom Rezipienten Hesse aus und sucht aufzudecken, inwiefern dessen Ansichten zur Kunst und Literatur von existentiellen Bedingungen abhangig sind. Es wird gezeigt, wie die vielfaltigen Urteile, die er zur traditionellen und zeitgenoessischen Kunst fallt, nachdrucklich von seiner lebensweltlichen Situation gepragt sind. So fungiert die Kunst zunachst als Kompensation fur die moderne Lebensrealitat, spater als Forum fur den Appell zu einer 'seelischen Neueinstellung' und zuletzt als Medium, geistige Werte des Menschen vor dem nivellierenden Zugriff der NS-Herrschaft zu bewahren. Mit der systematischen Erschliessung von Hesses Rezensionen und Aufsatzen zur Literatur wird der Forschung schliesslich eine neue Quellenbasis eroeffnet.