Eine Einf hrung in die alte chinesische Philosophie. Schon vor 4000 Jahren waren die Menschen im alten China gezwungen, sich durch ein System von Flussregulierungen vor drohenden Hochwasserkatastrophen zu sch tzen. Dabei sammelten sie Erfahrungen, die nachhaltigen Einfluss auf die Weltsicht der folgenden Generationen hatten und anderthalb Jahrtausende sp ter die klassische chinesische Philosophie entscheidend pr gten. Diese entwickelte zu ihrer Bl tezeit eine Vielzahl unterschiedlicher Ans tze, die als die Hundert Schulen in die Geschichte eingingen. Dieses Buch versucht, das Denken jener Zeit nachzuvollziehen und seine oft verbl ffenden Einsichten f r die Gegenwart fruchtbar zu machen. In den alten Schriften finden sich zahlreiche Anregungen f r aktuelle Debatten, vor allem zu Themen wie Nachhaltigkeit und kologie, aber auch zu politischen und sozialen Fragen. So geht es hier auch um unser Verh ltnis zur Natur, zu unseren Mitmenschen und zu uns selbst. Auf der Suche nach neuen L sungen f r die Probleme der Gegenwart ist es sinnvoll, gelegentlich die Perspektive zu wechseln. In Europa haben sich sehr wirkungsvolle Erkl rungs-muster herausgebildet, mit denen wir der Welt begegnen. Wir verdanken ihnen viel: unsere moderne Technik, medizinischen Fortschritt, auch Freiheit und Menschenrechte. Aber diese Erkl rungen haben ihre blinden Flecken, die man von innen kaum wahrnimmt. Darum ist es sinnvoll, den Dunstkreis der eigenen Kultur von Zeit zu Zeit zu verlassen. Nicht weil eine andere besser w re, sondern weil wir aus der Distanz besser sehen, wo sich unser Denken festgefahren hat. Deshalb ist dieses Buch nicht nur eine Reise in eine ferne Vergangenheit, sondern auch zur ck ins Hier und Jetzt. Aber auch um das moderne China zu verstehen ist es unumg nglich, dessen kulturelle Wurzeln zu begreifen, insbesondere den Konfuzianismus und den Daoismus (Taoismus), die beide bis heute eine starke Wirkung entfalten. So mag diese Abhandlung auch zu einem besseren interkultu