Die Biologie des 19. Jahrhunderts sah die Natur als Objektwelt mit eigenen Gesetzen. Die sichtbaren, u eren Merkmale verloren an Bedeutung und das eigentliche Interesse lag auf dem K rper als Funktionszusammenhang von Organen. F r die Interaktion zwischen den Organen wurde eine fundamentale Lebensenergie gedacht. Dieser Ansatz ist vitalistischen Ursprungs. Die Vertreter des Vitalismus waren der berzeugung, dass jedem Lebewesen eine vis vitalis" (Vitalkraft) innewohnt, die am Ursprung des K rpers steht, den K rper am Leben h lt, ber Wohlbefinden oder Krankheit entscheidet und schlie lich schwindendes Potential hat. Weiterhin herrschte die Vorstellung, dass diese Lebensenergie endlich sei. Diese Denkfigur einer fundamentalen Vitalkraft machte das Zentrum des neuen Wissens vom K rper im 19. Jahrhundert aus. Die Lebensenergie sei eine dem K rper selbst innewohnende Energie. Es herrschte die Vorstellung von einer eigengesetzlichen Kraft, welche die Quelle aller Lebens u erungen sei. Die These der vorliegenden Arbeit lautet, dass mile Zola diese biologisch-vitalistische Denkfigur einer fundamentalen Lebensenergie in seinem Werk Le docteur Pascal" als permanentes Substrat zu Grunde legt und in exzessiven Momenten sowohl auf literarischer als auch textlicher Ebene in den Protagonisten eine transgressive, wilde und unkontrollierbare Vitalkraft verankert. mile Zola behandelt in seinem Roman Le docteur Pascal" als gro es Sujet die M glichkeiten der Medizin als Wissenschaft, sowie die des Arztes. Er wagt weiterhin den Versuch, Urspr nge und Gr nde f r Krankheiten zu begr nden. Zu beiden Themengebieten bedient er sich der Studien von zeitgen ssischen Wissenschaftlern.W hrend die Wissenschaft - wie bereits oben erw hnt - den Funktionszusammenhang der Organe ins Zentrum ihres Interesse stellt, fokussiert Zola das entgrenzende Potential, das Unkontrollierbare der fundamentalen Lebensenergie. Dabei gilt in der vorliegenden Arbeit der Darstellung dieser fundamentalen