Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde, Note: gut, Universitat Wien (Romanistik), Veranstaltung: Literaturseminar WS 01/02, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich kann mir gut vorstellen, dass Kastilien Unamuno, der selbst Baske war, einerseits so faszinierte, andererseits ihn zu lauter Kritik inspirierte. Es ist, wie er beschreibt, eine karge, weite Landschaft mit vereinzelten Hausansiedlungen, die zwischen den grosseren Stadten liegen und die durch einen feuchten Winter und trocken heissen Sommer gepragt ist. Ausserdem war fur mich besonders interessant zu sehen, welches Bild die Spanier uber Europa haben und ich finde, dass man bis heute bei den Spaniern merkt, dass sie Spanien noch immer mehr ausserhalb Europas als innerhalb sehen. Und bestimmte spanische Eigenheiten wie z. B. die Siesta von 14 bis 17 Uhr, die Essensgewohnheiten, das Strassenleben, das Nachtleben etc. lassen einen manchmal wirklich auf einen anderen Kontinent erscheinen, obwohl Spanien unumstritten Teil Europas ist. Wie sieht jetzt aber das Bild Unamunos, eines Intellektuellen des 19. und angehenden 20. Jahrhunderts, uber Spanien, Kastilien und seiner Beziehung zu Europa aus? Steht er Europa und Kastilien negativ oder positiv gegenuber? Fordert er eine Offnung oder Abkapslung Spaniens, dass sich um die Jahrhundertwende in einer offensichtlichen Krise befand. Diese Fragestellungen sollen in dieser Arbeit erortert werden. Dabei erschien es mir wichtig, zu Beginn einen kurzen Uberblick uber Spaniens Geschichte zu liefern, um einige Eigenheiten der spanischen Entwicklung dem Leser in Erinnerung zu rufen. Ausserdem mochte ich ein paar Grunde anfuhren, warum sich Spanien zum Rest von Europa um 1900 in einer unterentwickelten Position befand und wie dies in Spanien zu dieser Zeit rezipiert wurde. Im letzten Teil der Arbeit mochte ich dann naher auf Unamunos Werk eingehen, um es in den historischen Kontext dieser Zeit zu stellen und verstehen zu k