Tod Ohne Leitbild?: Philosophische Untersuchungen Zu Einem Integrativen Todeskonzept
Daniel Kersting
Brill Mentis
2017
nidottu
Tod und Sterben waren schon immer von leitenden Vorstellungen gepr gt: Die Topoi des sanften Todes, des bewussten Abschieds, des friedlichen Einschlafens haben eine lange Tradition. Auch unsere gegenw rtige Gesellschaft entwirft solche Leitbilder und propagiert etwa den Heldentod als Organspenderin, verspricht das ruhige und friedliche Sterben im Hospiz oder bestimmt den Hirntod zum Tod des Menschen. In der konkreten Umsetzung f hren diese Vorstellungen allerdings oft zu Konflikten, die von den Beteiligten selbst nicht mehr gel st werden k nnen. Die Studie verfolgt die Hypothese, dass diese Konflikte in einem vereinseitigten Verst ndnis des Todes gr nden, das insbesondere die personale Bedeutung des Todes nicht angemessen ber cksichtigt. In einer kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen philosophischen Theorien es Todes wird das Problem zun chst begrifflich pr zisiert, um es dann mit den Mitteln der philosophischen Anthropologie Helmuth Plessners zu l sen. Dabei wird ein Konzept des menschlichen Todes entwickelt, das die personale Bedeutung ebenso wie andere zentrale Dimensionen des Todes integriert. Dieser integrative Ansatz erm glicht, Todesvorstellungen kritisch auf ihre Legitimit t zu pr fen.