Das kollektive Gedachtnis laut Maurice Halbwachs anhand des Romans von Elie Wiesel L'oublie
Birgit Hittenberger
Grin Publishing
2009
nidottu
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Romanistik - Franz sisch - Linguistik, Note: Sehr gut, Universit t Wien (Romanistik), Veranstaltung: Proseminar Linguistik II, Traumatische Erinnerung, Leiterin Anke Gladischefski, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der wissenschaftliche Diskurs ber Geschichte, Ged chtnis und Erinnerung ist lter als die Frage der "Vergangenheitsbew ltigung", und Maurice Halbwachs lieferte durch sein Konzept des kollektiven Ged chtnisses einen wichtigen theoretischen Beitrag dazu. F r mich war dieses Thema aus folgenden Gr nden besonders interessant: Ich geh re der zweiten Generation nach dem Nationalsozialismus an, wurde aber im Laufe meines Lebens immer wieder mit dem Thema dieser menschenverachteten Vergangenheit, die die Nazis hinterlassen haben, konfrontiert, sei es in der Familie, der Schule, der Universit t, im Freundeskreis und, obwohl ich keinerlei pers nliche Erinnerungen mit der Zeit des Dritten Reiches besitze, scheint es Teil meines Ged chtnisses zu sein. Ist dies die Idee des kollektiven Ged chtnisses, wie es sich Halbwachs vorstellte? Diese Frage erweckte meine Neugier, mich n her mit seiner Theorie auseinander zu setzen, und im Folgenden soll versucht werden, seine Gedankeng nge kurz darzustellen. Im zweiten Teil der Arbeit stelle ich kurz das Werk lie Wiesels "L oubli " vor und versuche anhand diesen Romans, der sich mit dem Holocaust auseinandersetzt und in dem die Erinnerung und das Ged chtnis eine gro e Rolle spielen, das theoretische Konzept von Halbwachs anhand von konkreten Beispielen des Buches zu verdeutlichen.