Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Freie Universitat Berlin (Institut fur deutsche und niederlandische Philologie), 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Die Novelle "Die wunderlichen Nachbarskinder" im Roman "Die Wahlverwandtschaften" Die Erzahlung "Die wunderlichen Nachbarskinder" wird im zehnten Kapitel des zweiten Teils des Romans "Die Wahlverwandtschaften" vorgetragen. Die gezielte Platzierung im Roman, beweist ihre Wichtigkeit fur die Handlung des Romangeschehens. Sie ist genau dort eingefugt, wo sie die grosste Wirkung hat. Es ist der Moment kurz vor der Krise des Geschehens im Roman, das sich mit der Ruckkehr Eduards und des Hauptmanns schnell der Katastrophe nahert. Sie deutet den tragischen Ausgang voraus und auch gleichzeitig dessen scheinbare Unabanderlichkeit. So bildet sie den indirekten Ausgangspunkt der erschutternden Ereignisse des Romans.(1) Bedeutend ist auch die Wahl der Person, die die Novelle vortragt. Es ist ein Mann, der fur die weitere Handlung des Geschehens unwesentlich ist und der die Verhaltnisse der Hauptpersonen nicht kennt, aber den "nichts mehr interessierte als die sonderbaren Ereignisse, welche durch naturliche und kunstliche Verhaltnisse, durch den Konflikt des Gesetzlichen und des Ungebandigten, des Verstandes und der Vernunft, der Leidenschaft und des Vorurteils hervorgebracht werden, ..." (433,29ff.).(2) So wird er zum Kenner fur die Entwicklungen und Vorgange, um die es sowohl in der Novelle als auch im Roman geht.(3) ...] ______ 1 Erika Voerster. Marchen und Novellen im klassisch-roamntischen Roman, S. 336; Werner Schwan: "Goethes Wahlverwandtschaften." Das nicht erreichte Soziale, S. 167; Margarethe Beckhurts: Zur Bedeutung der Novelle in Goethes "Wahlverwandtschaften," S. 65 2 Seitenangaben im Text beziehen sich auf die Hamburger Ausgabe 3 W. Schwan, S. 16