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Grete Henry-Hermann: Philosophie – Mathematik – Quantenmechanik
Die vorliegende Veröffentlichung stellt eine Würdigung der Naturphilosophie und Erkenntnistheorie der Philosophin Grete Henry-Hermann dar. Die Schülerin der Mathematikerin Emmy Noether und des Philosophen Leonard Nelson gehört zu den frühen Interpret(inn)en der Quantenmechanik. Werner Heisenberg setzte ihr in seinem Buch „Der Teil und das Ganze“ ein Denkmal. Erstmals sind in einem Band ihre naturphilosophischen und erkenntnistheoretischen Schriften zusammengefasst. Eine umfangreiche Einleitung verschiedener Autoren führt in das Werk von Grete Henry-Hermann ein. Ergänzt wird diese Ausgabe durch Auszüge aus der Korrespondenz über naturphilosophische und erkenntnistheoretische Themen, darunter auch ein Briefwechsel mit Carl Friedrich von Weizsäcker, Werner Heisenberg und Gustav Heckmann.Der InhaltGrete Henry-Hermanns Beitrag zur Interpretation Quantenmechanik ? Grete Henry-Hermanns Arbeiten zum Verhältnis von moderner Physik und Transzendentalphilosophie ? Die Dissertation von Grete Hermann: Die Frage der endlich vielen Schritte in der Theorie der Polynomideale (1925) ? Erörterungen zur Frage der Willensfreiheit und zur Bedeutung der Verhaltensforschung für die Kritik der Vernunft ? Auszüge aus dem Briefwechsel aus den Jahren 1925 bis 1982Der HerausgeberProf. Dr. phil. Dipl.-Phys. Kay Herrmann ist Außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität Chemnitz. Er lehrt dort Wissenschaftstheorie.
Grete Henry-Hermann: Die Rationalität des Widerstands
Grete (Henry-)Hermann war nicht nur eine Philosophin, die mit Physikern wie Werner Heisenberg und anderen Wissenschaftlern auf Augenhöhe über die Interpretation der Quantenphysik diskutierte. Sie war auch eine mutige und engagierte Sozialistin, Pädagogin und Antifaschistin. Im Kampf gegen den Nationalsozialismus trat sie in die Redaktion der ab Januar 1932 vom Internationalen Sozialistischen Kampfbund (ISK) - einer kleinen antifaschistischen Widerstandsgruppe - herausgegebenen Tageszeitung „Der Funke“ ein. Dieser Band versammelt ihre wichtigsten politischen Beiträge.Grete (Henry-)Hermanns Stellungnahmen zum politischen Zeitgeschehen, aber auch ihre grundsätzlichen Überlegungen zur Rechtsphilosophie, zur Psychologie sowie ihre Auseinandersetzung mit dem Marxismus dokumentieren eindrucksvoll den Prozess der Praktischwerdung von kritischer Philosophie, aber auch den Reformprozess innerhalb einer Philosophie, die in der Tradition von Immanuel Kant, Jakob Friedrich Fries und Leonard Nelson steht.
Grete Henry-Hermann: Sittlichkeit und Vernunft
Der vorliegende Band befasst sich mit Grete (Henry-)Hermanns Überlegungen zur Ethik, die als kritische Reflexion der Ethik ihres Lehrers Leonard Nelson zu verstehen sind. Ihre Auseinandersetzung mit der Ethik Nelsons begann mit der Frage, nach welchen Gesichtspunkten eine umfassend gebildete Person ihre Entscheidungen trifft. Diese Frage beschäftigte Grete (Henry-)Hermann bereits in ihren frühen Arbeiten. Die in den Gesprächen mit Nelson aufgeworfenen Fragen ließen Grete (Henry-)Hermann nicht mehr los. Von ihrem Ringen um Antworten zeugt, dass ihre Lösungsvorschläge erst mehr als 25 Jahre nach Leonard Nelsons Tod folgten. Erst 1953 erschien Grete (Henry-)Hermann Schrift „Die Überwindung des Zufalls. Kritische Betrachtungen zu Leonard Nelsons Begründung der Ethik als Wissenschaft“, in der sie sich kritisch mit Leonard Nelsons Ethik auseinandersetzte. Sie betont die Bedeutung der Interessenabwägung als Prüfkriterium für die Legitimation und Geltung moralischer und sittlicher Normen und empirischer Rechte, Gesetze und Handlungen sowie den prozessualen Charakter der Ethik als ständige Überprüfung von Normen, Gesetzen und Handlungen an den moralischen Prinzipien der Vernunft - Aspekte, die gerade in einer Zeit globaler Bedrohungen und Interessengegensätze zwischen den Großmächten von besonderer Aktualität sind.
Grete Henry-Hermann: Politik, Ethik und Erziehung
Grete Henry-Hermann war neben ihrer pädagogischen und philosophischen Tätigkeit auch politisch engagiert. Dieser Band enthält politische, ethische und bildungspolitische Schriften Grete Henry-Hermanns aus den Jahren 1945-1984, in denen sich ihre Arbeit vor allem auch auf den Zusammenhang von Politik und Ethik konzentrierte. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Unterscheidung zwischen einem (der Postmoderne zugeschriebenen) Werterelativismus und einem Werteuniversalismus bieten Henry-Hermanns Arbeiten eine hervorragende Diskussionsgrundlage.
Autorenabende mit Hermann Hesse
Hermann Hesses Abneigung gegen das ffentliche Auftreten als Vorleser seiner Werke ist bekannt; er hat daraus nie einen Hehl gemacht. Dass er dennoch zwischen 1903 und 1930 mehr als einhundert Mal aus seinen Werken vorgelesen hat, wird selbst Hesse-Kenner erstaunen. Die vorliegende Dokumentation enth lt erstmals s mtliche Pressestimmen und Selbstzeugnisse zu jeder Lesung.