Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich P dagogik - Heilp dagogik, Sonderp dagogik, Sprache: Deutsch, Abstract: In vielen Bereichen unserer und anderer Gesellschaften, werden behinderte Menschen als Tr ger von Defiziten wahrgenommen. So ist es auch in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt ein Kind, dessen Behinderung pr natal diagnostiziert wurde, zu einem sp teren Zeitpunkt abzutreiben, als das bei einem zu erwartenden gesunden Kind erlaubt ist. Aus dieser Geringsch tzung resultiert vermutlich auch, dass eine qualifizierte Behindertenp dagogik lange Zeit in ihrer Qualit t und Quantit t im Sinne der Bedarfsabdeckung hinter der P dagogik f r nicht-behinderte Kinder zur ckblieb. Selten war sie zudem integrativ, sondern behandelte behinderte Menschen als gesonderte Subgruppe in einer leistungsorientierten Gesellschaft. Weder das Entwicklungspotential behinderter Menschen, noch deren F higkeiten und Talente konnten so individuelle Wertsch tzung erfahren- sie wurden in den seltensten F llen entdeckt. Vor diesem Hintergrund erstaunt und bewegt es ganz besonders, wie selbstverst ndlich behinderte Menschen in Montessori-Einrichtungen angenommen werden und ihnen ein Platz geboten wird, an dem sie, ausgehend von ihrem Sein, werden k nnen, was in ihnen angelegt ist. So werden behinderte Menschen aus ihrer Isolation befreit und als das anerkannt, was sie sind und schon immer waren. Als wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft, die aus sich heraus vieles in diese hinein tragen k nnen. Wie ein solcher Schritt gelungen ist und welche Vorteile der Montessori-P dagogik, gerade im Bezug auf die Integration von Behinderten hin, innewohnen soll Inhalt dieser Ausarbeitung sein. Dazu m chte ich zun chst Maria Montessori und ihre P dagogik in den Grundz gen vorstellen und dann deren Anwendung in der Behindertenarbeit aufzeigen.