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Grete Henry-Hermann: Sittlichkeit und Vernunft
Der vorliegende Band befasst sich mit Grete (Henry-)Hermanns Überlegungen zur Ethik, die als kritische Reflexion der Ethik ihres Lehrers Leonard Nelson zu verstehen sind. Ihre Auseinandersetzung mit der Ethik Nelsons begann mit der Frage, nach welchen Gesichtspunkten eine umfassend gebildete Person ihre Entscheidungen trifft. Diese Frage beschäftigte Grete (Henry-)Hermann bereits in ihren frühen Arbeiten. Die in den Gesprächen mit Nelson aufgeworfenen Fragen ließen Grete (Henry-)Hermann nicht mehr los. Von ihrem Ringen um Antworten zeugt, dass ihre Lösungsvorschläge erst mehr als 25 Jahre nach Leonard Nelsons Tod folgten. Erst 1953 erschien Grete (Henry-)Hermann Schrift „Die Überwindung des Zufalls. Kritische Betrachtungen zu Leonard Nelsons Begründung der Ethik als Wissenschaft“, in der sie sich kritisch mit Leonard Nelsons Ethik auseinandersetzte. Sie betont die Bedeutung der Interessenabwägung als Prüfkriterium für die Legitimation und Geltung moralischer und sittlicher Normen und empirischer Rechte, Gesetze und Handlungen sowie den prozessualen Charakter der Ethik als ständige Überprüfung von Normen, Gesetzen und Handlungen an den moralischen Prinzipien der Vernunft - Aspekte, die gerade in einer Zeit globaler Bedrohungen und Interessengegensätze zwischen den Großmächten von besonderer Aktualität sind.
Grete Henry-Hermann: Politik, Ethik und Erziehung
Grete Henry-Hermann war neben ihrer pädagogischen und philosophischen Tätigkeit auch politisch engagiert. Dieser Band enthält politische, ethische und bildungspolitische Schriften Grete Henry-Hermanns aus den Jahren 1945-1984, in denen sich ihre Arbeit vor allem auch auf den Zusammenhang von Politik und Ethik konzentrierte. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Unterscheidung zwischen einem (der Postmoderne zugeschriebenen) Werterelativismus und einem Werteuniversalismus bieten Henry-Hermanns Arbeiten eine hervorragende Diskussionsgrundlage.
Autorenabende mit Hermann Hesse
Hermann Hesses Abneigung gegen das ffentliche Auftreten als Vorleser seiner Werke ist bekannt; er hat daraus nie einen Hehl gemacht. Dass er dennoch zwischen 1903 und 1930 mehr als einhundert Mal aus seinen Werken vorgelesen hat, wird selbst Hesse-Kenner erstaunen. Die vorliegende Dokumentation enth lt erstmals s mtliche Pressestimmen und Selbstzeugnisse zu jeder Lesung.
Die Altschottische Loge Hermann zu den neun Sternen 1811 im Orient Goslar: Aktenstücke zur Geschichte der Schottenmaurerei
Die heutige Gro e National-Mutterloge "Zu den drei Weltkugeln" (3WK) wurde 1740 von K nig Friedrich II. von Preu en als Johannisloge "Aux Trois Globes" in Berlin gegr ndet. Seit dem Jahre 1800 bearbeitet sie als lteste deutsche Gro loge zus tzlich zu den drei Johannisgraden Lehrling - Geselle - Meister noch vier weitere Erkenntnisstufen (sogenannte h here Freimaurergrade). Der IV. Grad nach der Lehrart der 3WK - der Grad des Altschottischen Meisters - wird in der Allgemeinen Altschottischen Loge mit ihren rtlichen Schottenlogen verliehen. 1811 begr ndeten Mitglieder dreier Johannislogen im damals napoleonisch besetzten K nigreich Westphalen - Freimaurer aus Alfeld, Goslar und Osterode - ebenfalls eine Altschottische Loge unter dem Namen "Hermann zu den neun Sternen" in Goslar. Mit der Herausgabe der Gr ndungsakten gelingt es dem Verfasser, ein plastisches Bild der Errichtung dieser Schottenloge in einer politisch und konomisch schwierigen Zeit zu vermitteln. Dabei handelt es sich um die bemerkenswerte Vorgeschichte einer Schottenloge, die 1822 von der 3WK reaktiviert wurde und bis 1935 bestand. Mit den Worten des Autors: "Um dem Vergessen vorzubeugen und das Wissen weiterzugeben, wurde dieses historische Dokument aus der deutschen Kurrentschrift transkribiert und f r nachfolgende Generationen lesbar gemacht. W nschen wir, dass hiervon einstmals Gebrauch gemacht wird."