Essay aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: 2,0, Technische Universit t Berlin (Zentrum f r Interdisziplin re Frauen- und Geschlechterforschung ), Veranstaltung: Einf hrung in die Gender Studies (Prof.Dr. Sabine Hark), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Geschlechterforschung besch ftigt sich seit den 90'er Jahren intensiv mit der Frage, inwieweit Geschlechternormen unsere sozialen Beziehungen beeinflussen.1 Gesellschaftliche Normen geben uns Orientierung und erleichtern das Zusammenleben von Menschen. "Das Geschlecht, nicht die Religion, ist das Opium des Volkes"2, meint der Soziologe Erving Goffman und umschreibt damit die beruhigende Wirkung, die das Gef hl von Dominanz oder Unentbehrlichkeit auf den Menschen haben kann und welches durch Geschlechternormen m glich ist. Sie f hren auch zu Grenzziehungen, die vor allem zu Ungunsten der Frau ausfallen und eine Ungleichberechtigung im ffentlichen und privaten Leben bewirken. Eine private Geschlechter-Beziehung unterscheidet sich dabei von einer "Arbeitsbeziehung" insbesondere durch die intime Bindung, die dazu f hrt, dass Geschlechterunterschiede verharmlost werden, w hrend sich im Berufsalltag die Geschlechter im Konkurrenzkampf gegen berstehen.3 Doch warum gelingt ein Zusammenleben von Mann und Frau jenseits der Geschlechternormen auch im eigenen Haushalt meist nicht?4 Was hindert uns daran, eigene Konzeptionen zu entwickeln, die die Arbeitsteilung in Paarbeziehungen regeln, wenn es uns schon im Berufsleben nicht gelingt Gleichberechtigung zu bewirken?