Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich P dagogik - Sonstiges, Note: 1,00, Johann Wolfgang Goethe-Universit t Frankfurt am Main (Institut f r Sozialp dagogik und Erwachsenenbildung ), Veranstaltung: Intellektuelle und P dagogik, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Namen Hermann Hesse, 1877 im schw bischen St dtchen Calw geboren und 1962 in Montagnola in der Schweiz gestorben, assoziiert man automatisch Klassiker der deutschen Literatur wie den Steppenwolf, Narzi und Goldmund oder Das Glasperlenspiel. Hesse, der 1946 den Nobelpreis erhielt, gilt als einer der meistgelesenen deutschen Schriftsteller des 20 Jahrhunderts: Laut Hesses langj hrigem Verleger Siegfried Unseld ist dessen Werk in 60 Sprachen bersetzt worden. "Der index translatorum der UNESCO weist Hesse als meist bersetzter deutschsprachiger Autor seit den Gebr dern Grimm aus." Nach seinem Tod im Jahre 1962 l ste besonders der Roman Der Steppenwolf die internationale Renaissance seines Autors aus, er galt als Kultbuch der Hippie- und Flowerpower Bewegung. Besonders betont wurde dabei der gesellschaftskritische Aspekt seines Oeuvres. Bis zum heutigen Tag bleibt die Haltung in Deutschland Hesses Werk gegen ber jedoch ambivalent: "Ablehnung oder Verehrung? Diese Alternative zieht sich durch die Wirkungsgeschichte des gesamten Werkes von Hermann Hesse, und dies bis zum heutigen Tag." Der Verehrung, die der Autor von Seiten seines Lesepublikums genie t, steht die Ignoranz und Ablehnung der universit ren Germanistik gegen ber, die in seinem Werk lediglich den Versuch sieht, "einen historisch gewordenen Romantizismus fortzuschreiben." Folglich bleiben Seminare, Vorlesungen und Publikationen zu Hesses Werk aus dem Kreise der Germanistik in Deutschland eine Ausnahme, ganz im Gegenteil zu der akademischen Rezeption in den USA: Im Zuge der Renaissance seines Werkes wurde der deutsch-schweizerische Schriftsteller zu einem studienwerten Autor der Weltliteratur erhoben auch dank Mitspracherecht der Studenten