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Preußen Unter Friedrich Wilhelm II. (1786-1797)
Friedrich Wilhelm II. von Preussen gilt bei Historikern als notorischer Versager, der das angeblich intakte Erbe Friedrichs des Grossen verspielt haben und ursachlich fur die Niederlage gegen Frankreich im Jahr 1806 gewesen sein soll. Geisterseherei, Bigamie, Gunstlings- und Matressenwirtschaft, eine reaktionare Innenpolitik, Verschwendung und unnoetige Kriege werden ihm nachgesagt. Eine unvoreingenommene Bewertung der Fakten und Quellen fuhrt zu einem anderen Ergebnis: Der Koenig regierte weitgehend selbstandig, seine beiden Ehen zur linken Hand waren der Ausdruck tiefer Religiositat, die Privatausgaben waren massig und mit seinen Kriegen gewann er grosse Teile Polens, die Preussen 1814/15 als Tauschobjekte halb Sachsen und die Rheinprovinz einbrachten. Zwar unterliess Friedrich Wilhelm II. die dringend notwendige Reform des friderizianischen Systems. Aber unter dessen Bedingungen war dieser musisch begabte Monarch gemessen an den Massstaben seiner Zeit keineswegs erfolglos und braucht den Vergleich mit den meisten Hohenzollernkoenigen nicht zu scheuen.
Wilhelm Albert

Wilhelm Albert

Uta Moser

Peter Lang AG
2002
nidottu
Diese Arbeit beschaftigt sich mit Leben und Werk des Lehrers Wilhelm Albert (1890-1981). Albert, der sich vor allem in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch seine zahlreichen Veroeffentlichungen zu schulpraktischen Reformansatzen als padagogischer Schriftsteller einen beachtlichen Ruf erworben hat, war lange Zeit fast voellig in Vergessenheit geraten. Es soll deshalb Anliegen dieser Arbeit sein, Wilhelm Albert durch die Aufarbeitung seines wissenschaftlichen Nachlasses wieder in Erinnerung zu bringen und sein Gesamtwerk kritisch zu wurdigen. Gegenstand der Untersuchung sind die Auswirkungen politischer Ereignisse auf sein Schaffen, die inhaltliche Ausrichtung seiner Veroeffentlichungen sowie deren Resonanz.
Wilhelm Fiedler: Die Kämpfe eines Geometers

Wilhelm Fiedler: Die Kämpfe eines Geometers

Klaus Volkert

Springer Fachmedien Wiesbaden
2026
nidottu
"Salmon-Fiedler" war in der zweiten H lfte des 19. Jahrhunderts ein Markenname, der in der mathematischen Welt sehr bekannt und gesch tzt war. Er stand stellvertretend f r die neuere analytische Geometrie, der der irische Autor und sein deutscher Bearbeiter weitverbreitete Lehrb cher zu den Kegelschnitten, der Geometrie des Raumes und den h heren ebenen Kurven widmeten. Sie pr gten Generationen von Mathematikern. Wilhelm Fiedler lehrte 40 Jahre lang darstellende und projektive Geometrie am Polytechnikum Z rich - der heutigen ETH. Daneben bet tigte er sich als Bearbeiter und Autor. Seine gro e Vision war eine Synthese von darstellender und projektiver Geometrie, welche auch analytische Ans tze einschlie en sollte. Diese legte er in seinem Lehrbuch der darstellenden Geometrie (1871) ausf hrlich dar. Seine Bearbeitungen der Lehrb cher von Salmon bilden eine reiche Quelle f r eine Mathematik, die heute in gro en Teilen vergessen ist. Diese Bearbeitungen boten erstmals Neuigkeiten wie die Cayleysche Ma bestimmung und die Quaternionen. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Buches liegt auf der Auswertung des umfangreichen Briefwechsels, den Fiedler hinterlassen hat. Fiedler und einige seiner Briefpartner bildeten ein Netzwerk, das gegen den Bedeutungsverlust, den die Geometrie in der zweiten H lfte des 19. Jhs. erlitt, k mpfte. Es entsteht in den Briefen ein authentisches Bild jener bewegten Zeit, auch von den Str mungen und K mpfen innerhalb der Mathematik. Man erf hrt Neues ber die Korrespondenzpartner, unter denen sich neben Gr en der Mathematikgeschichte - wie Clebsch, Klein und Salmon - auch oft wenig bekannte Namen befinden. So wird das g ngige, einseitig von den wichtigen Akteuren gepr gte Bild der Entwicklung der Mathematik um viele weitere Facetten komplettiert.