This book examines the intellectual climate as Rilke experienced it at the turn of the century. It draws on existing scholarship and the Rilke's own pronouncements in order to explore the major influences on the young Rilke's conception of processes of becoming.
Alfred Jarry first presented his absurdist, expletive-filled play King Ubu in Paris in 1896, and instantly ignited a literary scandal. King Ubu not only influenced artistic movements such as Dada, Surrealism, and the Absurd Theater of Jean Genet and Samuel Beckett, but it anticipated, with frightening perspicacity, the catastrophic political madness of the 21st century. Written in a rudimentary and comically nonsensical way-it even incorporates some of Jarry's high-school stunts-the play lends itself to updating with contemporary slang and subjects. About 10 years ago, Rainer Ganahl rewrote Jarry's text as Ubu Lenin, with Vladimir Lenin and his wife Nadezhda Krupskaya as the protagonists. Now, the advent of Donald Trump has presented an even more appropriately divisive, madcap, narcissistic stand-in for King Ubu. Ganahl's Ubu Trump will take place in Harlem, a neighborhood filled with many of the very people Trump supporters would like to see deported, banned, or put behind "big, beautiful walls." Just like Jarry's King Ubu, Trump and his cronies run their administration like a mafia family business, with barely fig-leafed personal enrichment schemes layered upon corrupt policies and, in all likelihood, treason. In Ubu Trump, the father, King Ubu, has been replaced with Ubu Trump, while Mama Ubu is reincarnated as Ubu Ivanka. Originally set in Poland and Russia, the new play blends Warsaw with Washington, and Poland with the USA, alluding to Trump's special dealings with Putin and the new right-wing government in Poland. The actors perform behind three simple graphic panels based on Jarry's own sketches of King Ubu, and overlapped with renderings of the ruling Trump family: Donald, Ivanka, Jared, and their Russian guest, Putin. This theatrical performance will be staged at a morgue in Harlem, the neighborhood where Ganahl has been living for more than 20 years.
"Er hat, um die Jahrhundertwende, den anderen Klang in das Getöse gemischt, der bleiben wird, wenn mit dem Jahrhundert der Lärm sich verzogen hat. Dieser andere Klang überwölbt die Geschichte der Avantgarde. Wenn im nächsten Jahrhundert sich noch jemand für Poesie interessieren sollte, dann wird man auf Rilke zurückgehen, ihn aufsuchen, seine Spuren verfolgen, die nun seit hundert Jahren in vielen Ländern zu finden sind."
Um 97 , in seinen Berliner Jahren, entwickelt Rainer Tappeser (* 94 ) einen ganz eigenen malerischen Stil, den die Retrospektive in der Villa Grisebach sowie der begleitende Katalog in den Fokus nehmen. Zwei Beiträge beleuchten die Werke seiner frühen Schaffensphase und zeigen deren enge Verquickung mit der Biographie des experimentierfreudigen Künstlers. In seinen dynamischen Farbfeldmalereien, in die Tappeser mitunter die groben Strukturen der Leinwände einbezieht, verwebt sich der Blick des Segelfliegers mit jenem des leidenschaftlichen Künstlers. Seine Bildträger wählt er in unterschiedlichen Formaten, die sich mal trapezförmig nach unten verjüngen, mal in der Breite über zwei Meter erstrecken. Tappeser studierte an der Universität der Künste in Berlin bei Hermann Bachmann und beschäftigte sich in dieser Zeit intensiv mit Phänomenen der Farbwahrnehmung. Heute lebt und arbeitet der gebürtige Düsseldorfer in Deutschland und Frankreich.
Die Rilke-Chronik ist seit über dreißig Jahren ein unentbehrliches Hilfsmittel für jeden, der sich eingehender mit Rainer Maria Rilkes Leben und Werk beschäftigt; sie ist das Standardwerk zu Rilke schlechthin. Jetzt erscheint sie in einer überarbeiteten und erheblich erweiterten Fassung. Tag für Tag erschließen sich die engen Bezüge zwischen Leben und Werk; leicht läßt sich nachvollziehen, wo sich Rilke wann aufhielt, mit wem er zusammentraf, wann welches Werk entstand. Die Rilke-Chronik ist durch die vielen, oft nur in dieser Ausgabe zugänglichen Zitate aus Briefen und Aufzeichnungen Rilkes von vornherein auch als Lesebuch angelegt. 1990 erschien eine um einen Anhang erweiterte zweibändige Neuausgabe (1996 unverändert in einem Band nachgedruckt). Dieser Anhang ist nun in den revidierten Haupttext integriert. In der Zwischenzeit zugänglich gewordene Korrespondenzen wie die weit über 1000 Briefe an die Mutter sind eingearbeitet und werden in den neuerstellten Registern berücksichtigt. So präsentiert sich die dritte Ausgabe dieses Standardwerks in einer nicht nur ausführlicheren, sondern auch benutzungsfreundlichen Gestalt.
Mit seinen Texten geht Rainer Maria Rilke der Spur einer ‚Essenz‘ des Lebens nach. In seinen Werken ist die Überzeugung eingeschrieben, dass das Kunstwerk eine metaphysische Wahrheit transportiert, die sich jedoch ihrerseits schwer fassen lässt und beständig „im Schwinden steht“. Hannah Milena Klima etabliert die These, dass Rilke in der poetologischen Reflexion eine ‚Kunstmetaphysik‘ entwickelt, worunter die Gesamtheit aller Reflexionen, die auf ein Höheres in der Kunst verweisen, verstanden wird, und die sich mit dem Begriff des unbedrängten „Weltinnenraums“ fassen lassen könnte. Es wird aufgezeigt, wie dieses Konzept auf poetologischen Prämissen basiert und wie es sich im Verlauf des Gesamtwerks verändert.
Rainer Maria Rilkes (1875-1926) Werk wird im Rezeptionszeitraum, in den auch seine Werkentwicklung fallt, in der Deutschkunde und Reformpadagogik, in Stadt und Land, so in Berlin und im Odenwald, von Schulern und Lehrern gelesen. Themen wie Religion und Heimat stehen dabei - zeitbedingt - im Mittelpunkt. Erwartungen an das Werk Rilkes, besonders nach dem Stunden-Buch, bestimmen die Rezeption. Neben Zeitschriftenartikeln und Schulbuchern werden Archivmaterialien, Nachlasse und Briefe untersucht. Dargestellt wird zudem wie ein Jugendroman die Rilke-Rezeption an einer Waldschule schildert. Den Austausch mit dem spateren Berliner Padagogen und Politiker Siegfried Kawerau und Heime Magdalene Kawerau veranschaulicht eine in die Studie integrierte Briefedition.
Der Band rekonstruiert den Lebenslauf des aus der Berliner j dischen Gesellschaft stammenden und 1933 nach Paris und in die USA emigrierten Rudolf Bodl nder (1903-1988). Angelpunkte sind bisher z.T. erstmals publizierte Briefe aus der Korrespondenz mit Rainer Maria Rilke, Anton Kippenberg und C.G. Jung. Im M rz 1922 erhielt der Dichter Rainer Maria Rilke ein erstes Schreiben des ihm v llig unbekannten jungen Manns. Rudolf Bodl nder war ein begeisterter Rilke-Leser und stand vor einer schwierigen Berufswahl: Er sollte nach dem Willen der Eltern Jura studieren, hatte jedoch eine Neigung zu Geisteswissenschaften. Ohne den Briefschreiber je getroffen zu haben, gab Rilke eine hilfreiche Wegweisung. Sie begleitete den jungen Mann ins Berufsleben, in die Emigration nach Frankreich und 1941 mit den Briefen des Dichters im Gep ck in die USA. Aus dem Internierungslager heraus wurde der B cherliebhaber zum Korrespondenzpartner des Z rcher Psychologen C.G.Jung und in der Neuen Welt als Rudolf C. Bodlander zu einem Vertreter der Analytischen Psychologie mit Studien zu Heraklit und Franz Kafka.
Hauptseminararbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Geschichte - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universität Rostock (Historisches Institut), Veranstaltung: Nachkriegsdeutschland und seine Be- und Aufarbeitung in Literatur und Film, 68 Eintragungen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Rainer Werner Fassbinder beleuchtet in diesem Film die deutsche Nachkriegsgeschichte vor dem politischen Hintergrund des RAF-Terrors der späten 1970er Jahre und stellt die Frage nach den Kontinuitäten, die das Dritte Reich mit dem neuen Staat verbinden. Die ausführlich angelegte Hausarbeit untersucht mit einem kulturgeschichtlichen Ansatz sowohl die Ära Adenauer als auch die späten Anstöße zur Aufarbeitung des NS durch die 68er-Bewegung bis hin zu Versäumnissen, die in den Terrorismus mündeten. , Abstract: Die Ehe der Maria Braun wurde zur Eröffnung der Berlinale 1979 uraufgeführt und war sowohl in Deutschland als auch im Ausland sehr erfolgreich. Er ist der erste Film einer BRD-Trilogie (weitere Filme: Lola [1981] und Die Sehnsucht der Veronika Voss [1982]), in der Rainer Werner Fassbinder anhand exemplarischer Frauenkarrieren die deutsche Gesellschaft in den Anfangsjahren der Bundesrepublik beleuchtet und den Brückenschlag zum Deutschen Herbst von 1977 versucht. Maria Braun ist die Verkörperung des deutschen "Nachkriegswunders, mit dem eilig alles beiseite geräumt wurde, was an die Herrschaft der Nazis erinnerte" und dessen Folgen bis in die Ära Schmidt nachwirken.
Studienarbeit aus dem Jahr 1998 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1-, Freie Universitat Berlin (Institut fur Theaterwissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar Rainer Werner Fassbinder, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Ausland wurde Fassbinder seinerzeit sehr viel mehr geschatzt als in Deutschland. Nachdem er einige Bekanntheit im Ausland genoss und seine Filme zu kleinen Erfolgen wurden, sprach man auch langsam in Deutschland von Fassbinder als einen "Reprasentanten." Diese Sicht hat sich besonders nach Fassbinders Tod 1982 verstarkt. Das Buch "Fassbinders Germany - Identity, History, Subject." von Thomas Elsasser versucht u.a. der Frage nachzugehen, in welchem Masse Fassbinder als Reprasentant Deutschlands gelten kann. In dieser Arbeit werden einige Kernpunkte aus Elsassers Buch zusammenfuhren, um der Frage nachzugehen, weshalb Fassbinder so verschieden in Deutschland und im Ausland wahrgenommen wurde. Zunachst wird gegenubergestellt, wie sich die Rezeption Fassbinders gestaltete. Erstaunlich ist, wie stark sich die deutsche und die amerikanische Kritik voneinander unterschieden, auch in Bezug auf rein filmanalytische Fragen. Es ist schwierig eine deutsche Filmkritik zu Fassbinder zu finden, die sich alleine mit den Filmen beschaftigt und sich nicht um die Person Fassbinder schert. Im Vergleich dazu konzentrieren sich die amerikanischen Rezensionen sehr viel mehr auf die Filmsprache Fassbinders und kommen so zu ganz anderen Bewertungen der Filme. Im nachsten Teil der Arbeit wird kurz untersucht, in welchem kulturellen Zusammenhang das Feuilleton zur Zeit Fassbinders stand. Es werden Fragen aufgeworfen, die in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg bezuglich nationaler Kultur, nationaler Identitat und popularer Unterhaltung bestanden, um herauszufinden, inwieweit die Wahrnehmung Fassbinders von diesen Fragen abhangen konnte. Ausserdem wird analysiert, was fur eine Rolle Kino im Prozess der deutschen Identitatsfindung hatte. Der