The life-stories of problematic central figures as recounted in Moritz' -Anton Reiser-, Keller's -Der grune Heinrich- and Raabe's -Akten des Vogelsangs- serve as a basis for mapping out ambitiously extensive topologies of memory. Behind the narrative -I remember- ploy, topologically structured models of the cultural organization and imaging of knowledge are discernible. Literary com-memoration makes one thing clear: prior to any kind of individual materialization, memory requires an archive of images to draw on, an archive containing the rhetorical formulas of both mythological and christological initiation narratives as well as of iconography. The literary figuration of -modern- memory thus calls for reexamination and reevaluation."
The study examines how in a city whose population was largely exchanged after the Second World War, processes of becoming homeland took place and how the identification of new and former residents with the city took place since 1945. Home is understood here as a "social concept" and the often contradicting processes of local appropriation are placed at the center of the analysis. Although the official efforts of so-called Czechization are also at work, this only applies to the extent to which these are related to individual human meaning The work provides a multitude of advanced and original observations for the question of how historical references create orientation in the present and enable people to acquire an initially foreign environment.
:Befunde über schichtspezifische Differenzen in der Bildungsbeteiligung und im Leistungsvermögen von Schülerinnen und Schülern haben in Deutschland eine lange Tradition. Aber auf welche Weise wirken sich ungleiche Lebensbedingungen von einer Generation zur anderen auf den Erwerb von Handlungskompetenzen und den Bildungserfolg aus? Zur Beantwortung dieser Frage werden in diesem Buch zunächst die Bemühungen der sozialstrukturellen Sozialisationsforschung diskutiert. Im Zentrum der empirischen Analysen steht dann in Anknüpfung an Modelle der Milieuforschung die Frage nach der empirischen Existenz und der Charakterisierung von 'Leistungsmilieus'. Diese sollen als verbindendes Element zwischen 'objektiven' Lebensbedingungen und deren 'subjektiven' Verarbeitung die Auswirkungen von sozialer Ungleichheit auf den Verbleib im Bildungssystem näher aufschlüsseln.
Die politische Ideengeschichte und die Beschäftigung mit ihr sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, praxisfern und mithin verzichtbar zu sein. Nicht zuletzt in Folge der Bedrängung der „Politischen Theorie und Ideengeschichte“ durch den wachsenden Anspruch anderer Bereiche der Politikwissenschaft, die eigentlich relevante, weil anwendungsbezogene (empirisch-analytische) Theoriearbeit zu leisten, wird die Ideengeschichte zunehmend marginalisiert. Das schadet dem gesamten Fach – nicht nur mit Blick auf die Leistungen der Ideengeschichte als einer historischen Disziplin, sondern jenseits dessen auch mit Blick auf ihr oft unterschätztes theoretisches Potential. Man trennt politische Theoretiker meist in solche, die über das, was IST und solche, die über das, was SEIN SOLL verh- deln (wenngleich beides kaum zu trennen ist) – die Ideengeschichte aber eröffnet einen weiteren Modus theoretischer Reflektion: Sie zeigt, was SEIN KANN. Sie weist über das hinaus, was ist, ohne Deutungshoheit zu beanspruchen über das, was sein soll – in dieser Mittlerposition liegt im wahrsten Sinne des Wortes ihr Potential. Die vorliegende Studie versteht sich in diesem Sinne als ideen- schichtliche Studie, die durchaus einen Beitrag zu aktuellen Fragen leistet, wenn auch weniger in Form konkreter Lösungsvorschläge als vielmehr in Form alt- nativer Denkmöglichkeiten gesellschaftspolitischer Ordnung. Die Grundlage der vorliegenden Publikation bildet meine 2009 an der L- wig-Maximilians-Universität München verteidigte, von der Friedrich-Naumann- Stiftung mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gef- derte Dissertation. Für die wohlwollende, das Denken nie einengende, doch stets fordernde Betreuung danke ich meinem Doktorvater Prof. Henning Ottmann.
Natur ist durch moderne Technologie vollig zum Gegenstand menschlicher Verfugbarkeit geworden. Dabei sind die Folgen menschlicher Eingriffe in naturliche Systeme oft nicht vorhersehbar. Die Freiheit des Menschen, uber die Natur nach seinem Belieben verfugen zu konnen, macht es notwendig, den Umgang mit der Natur zu uberdenken und das Verhaltnis des Menschen zu ihr zu hinterfragen. Ziel der Arbeit ist es daher, fur den Bereich der Artenvielfalt unterschiedliche ethische Positionen zur Begrundung des Artenerhaltes darzustellen und zu diskutieren. Vor dem Hintergrund der ethischen Positionen soll anschliessend untersucht werden, inwieweit die Entscheidung uber den Umfang an Artenerhalt Gegenstand okonomischer Abwagung sein kann."
Die Studie beschreibt und bewertet innerfiktive moralische Positionen, wie sie in einigen bedeutenden James'schen Erzahlwerken vertreten werden. Hierzu werden alle wichtigen Perspektivtrager im Hinblick auf die dargestellte Moralitat analysiert und in ihrem Zusammenspiel transparent gemacht, um auf diesem Wege der auktorial intendierten Rezeptionsperspektive naherzukommen. Die Verquickung von Form und Inhalt, ihre reziproke Bedingtheit und Uberprufbarkeit stehen dabei im Zentrum des Interesses. Sie bestimmen auch die Systematik der Studie, die entwickelt wurde, um eine Entsprechung inhaltlicher und erzahltechnischer Merkmale zu erhellen."
Die Disparitatsmessung hat in den letzten Jahrzehnten als Forschungsgegenstand und Anwendungsgebiet der Statistik eine standig wachsende Bedeutung erlangt. Die bekanntesten Instrumente der klassischen Disparitatsmessung sind die Lorenzkurve und der Gini-Koeffizient. In der Arbeit wird aufgezeigt, in welch vielfaltiger Weise diese Konzepte dargestellt, interpretiert und weiterentwickelt werden konnen. Dabei wird insbesondere deutlich, dass die Konzepte weit uber ihre ursprunglichen Anwendungsbereiche hinaus in neuen Forschungsgebieten uberaus erfolgversprechend eingesetzt werden konnen. Wesentliche Bestandteile der umfangreichen klassischen und neuen Fachliteratur werden strukturiert dargestellt und ausgewertet. Eine Erorterung der Lorenz-Dominanzrelation und deren Bezuge zu anderen Ordnungsrelationen schliesst die Arbeit ab."
Dass sowohl freie als auch offentliche Trager ambulante Massnahmen nach dem JGG durchfuhren, wirft einige Fragen auf: Spielen freie Trager in der Praxis eine grosse Rolle? Oder liegt die Verantwortung uberwiegend bei offentlichen Einrichtungen? Was denkt die Justiz uber die Trager? Fuhren freie Projekte zu einer Ausweitung sozialer Kontrolle? Kurz: Welche Bedeutung hat die Tragerschaft fur ambulante Massnahmen? Mit dieser Frage befasst sich die vorliegende Arbeit. Dabei werden zunachst der theoretische Hintergrund ambulanter Massnahmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Tragerschaft untersucht. Daran schliesst sich eine Analyse von offentlichen und freien Tragern an, deren Grundlage Daten sind, die in den Landgerichtsbezirken Munchen I, Munchen II, Landshut und Passau erhoben wurden."
Ziel des Buches ist es, ein Bild vom Arzt in seinen heute zulassigen Rechtsformen zu vermitteln und eine Hilfestellung zur geeigneten Rechtsformwahl zu leisten. Kernstuck der Betrachtungen bildet die Partnerschaftsgesellschaft als die jungste Kooperationsform fur Freiberufler. Vor- und Nachteile der Einzelpraxis und der verschiedenen Kooperationsformen werden einander gegenubergestellt. Die Ausfuhrungen haben fur jede einzelne Rechtsform eine zivil- und gesellschaftsrechtliche, eine speziell haftungsrechtliche, eine berufs- und eine steuerrechtliche Seite. Einfuhrend wird ein Abriss uber die Entwicklung des arztlichen Berufes gegeben. Den Schluss bildet eine empirische Untersuchung, wie Arzte die unterschiedlichen Rechtsformen, insbesondere die Partnerschaftsgesellschaft, einschatzen."
"Unternehmungen mussen lernen!" - ein vieldiskutiertes Schlagwort der aktuellen Managementliteratur. Meist bleibt jedoch unklar, was konkret unter organisationalem Lernen zu verstehen ist. Zahlreiche theoretische Defizite erschweren sowohl die wissenschaftliche Rezeption als auch die Umsetzung in die Praxis. Fur beide Bereiche bietet die Arbeit wichtige Impulse. Sie prazisiert zunachst das Phanomen des organisationalen Lernens und zielt sodann darauf ab, den Beitrag des Informationsmanagements zur Foerderung organisationalen Lernens in der Unternehmung aufzuzeigen. Dabei erfolgt die Konzeptionalisierung des Zusammenhangs zwischen organisationalem Lernen und Informationsmanagement uber den Zwischenschritt der organisatorischen Gestaltung, die deshalb - neben dem Informationsmanagement - als zweites Aufgabenfeld untersucht wird.
Seit 1972 ist fur betriebliche Ausbilder die Ausbildereignungsprufung vorgeschrieben, durch die die Ausbilder ihre padagogische Qualifikation nachweisen sollen. Im Handwerk ist dies Teil der Meisterprufung. Die vorliegende Untersuchung analysiert die Akzeptanz der padagogischen Qualifikationselemente im Handwerk und fuhrt ihre Problemhaltigkeit auf die Wirksamkeit der nach wie vor traditionsorientierten Einstellungen zur Berufsausbildung von angehenden Meistern zuruck, um anschliessend didaktische Reformperspektiven zu eroffnen."
Die vorliegende Arbeit bietet eine systematische Einfuhrung in den zeitgenossischen indianischen Roman (1968-1985) in englischer Sprache. Anhand detaillierter Einzelanalysen ausgewahlter Autoren (Momaday, Welch, Russell, Silko, Vizenor, Allen, Erdrich, Hale) werden gattungstypische thematische und erzahltechnische Besonderheiten des indianischen Romans sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird eine Einordnung in den Kontext amerikanischer Gegenwartsliteratur im Sinne eines postmodernen Pluralismus' versucht."