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Eine Zusammenfassung des Werks "Die Geschichte des Rechts" von Uwe Wesel
Zusammenfassung aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der Eingliederung des gesellschaftlichen Lebens in die verschriftlichten Normen und Prinzipien einer herrschaftlichen B rokratie wird auch die Bedeutung von Rechtsnormen immer gr er. ber anf nglich nur einfache Gesetze und Herrschaftsvertr ge kulminiert diese Entwicklung schlie lich in der Konstituierung einer Verfassung. In modernen Demokratien dienen rechtliche Normen ganz allgemein zur Herstellung einer modernen gesellschaftlichen Ordnung. Es wird dabei auch als wichtig erachtet, dass alle Staatsb rger garantierte Grundrechte haben, vor dem Gesetz gleich behandelt werden und dar ber hinaus auch f r Ordnung im Staat gesorgt wird. Das wird erreicht durch eine staatliche Macht, die vom Volk gew hlt wird, aber ihrerseits auch einer Kontrolle unterliegen muss. Verantwortlich daf r ist letztendlich eine Staatsverfassung als oberste Gesetzesnorm. Sie garantiert in bestm glichster Form die Rechte jedes einzelnen Menschen.
Personlichkeit Und Bindung in Der Therapeutischen Beziehung: Eva Neumann Und Rainer Sachse Im Gesprach Mit Uwe Britten
Jeder Mensch hat eine Personlichkeitsstruktur und jeder Mensch hat eine bestimmte Art gelernt, Bindungen zu anderen herzustellen und innerlich uberhaupt an andere Personen gebunden zu sein. In Psychotherapien kommen oft Personen, die sowohl ein auffalliges Muster der Personlichkeit zeigen als auch unsichere Bindungsmuster. Gerade Menschen mit Personlichkeitsstorungen sind fur Psychotherapeuten eine Herausforderung, weil die Storung nicht offen sichtbar und selten der Grund fur einen Therapiebeginn ist und gleichwohl die dysfunktionalen Muster nicht unterschwellig bestarkt werden durfen. Im Verlauf der Behandlung mussen Therapeutinnen daruber hinaus ein Gespur fur Konfrontationen entwickeln, ohne die - da sind sich beide Gesprachspartner einig - keine Therapie bei diesen Patienten gelingt. Konfrontationen aber brauchen eine gute Vertrauensbasis. Eva Neumann und Rainer Sachse diskutieren das Zusammenspiel der Personlichkeitsstrukturen von Klient/-in und Therapeut/-in sowie die Frage, welche Art Bindung das Therapeut-Klient-Verhaltnis darstellt. Eine erfolgreiche Therapie mit personlichkeitsbeeintrachtigten Menschen ist jedenfalls davon abhangig, dass der Therapeut seine eigene Personlichkeitsstruktur und sein eigenes Bindungsverhalten gut kennt .
Das Gehirn Selbst Nimmt Sich Nicht Wahr: Hirnforschung Und Psychotherapie: Andreas Heinz Und Gerhard Roth Im Gesprach Mit Uwe Britten
Der Mensch ist ein biologisches Wesen. Damit entstehen auch alle psychischen Phanomene innerhalb einer biologischen Struktur, namlich der des Gehirns. Wer daraus jedoch folgert, psychische Beeintrachtigungen liessen sich etwa mit einem Mehr oder Weniger an Dopamin oder Serotonin im synaptischen Spalt erklaren, irrt, denn viel zu komplex und wechselwirkend ist die Funktionsweise der neuronalen Struktur, um sie mit einem schlichten Wenn A, dann B zu erklaren. Hochkomplexe psychische Beeintrachtigungen und Erkrankungen resultieren zudem aus einer von Sinnfragen uberlagerten inneren Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst. So werden sowohl reine Biologisten als auch jene Fachleute, die einen von neuronalen Ablaufen unabhangigen menschlichen Geist propagieren, dem komplizierten Zusammenspiel von Hirnphysiologie einerseits sowie der kulturellen, also psychosozial gewordenen Uberformung durch Sinngebung andererseits nicht gerecht. Gerhard Roth und Andreas Heinz diskutieren in ihrem Gesprach die vielschichtigen Bedingungen, die das Entstehen psychischer Storungen nach sich ziehen konnen. Die Hirnforschung wirkt hier als hilfreiche Stutze der Psychotherapie, zeigt dieser aber auch die Begrenztheit bisheriger therapeutischer Wirkmodelle auf.
Der Wunsch Nach Nahe - Liebe Und Begehren in Der Psychotherapie: Ilka Quindeau Und Wolfgang Schmidbauer Im Gesprach Mit Uwe Britten
Ein gelungener therapeutischer Prozess kann sich nur entwickeln, wenn zwischen Therapeut/-in und Klient/-in eine vertrauensvolle Beziehung entsteht und die Therapeuten eine wohlwollende Zugewandtheit spuren lassen. Diese beidseitigen Gefuhle konnen durchaus Liebe genannt werden und das Werben umeinander auch Verfuhrung. Doch wie sieht ein professioneller Umgang mit diesen Gefuhlen aus? Sicherlich schliesst psychotherapeutische Professionalitat eine reale korperliche und erst recht sexuelle Annahrung zwischen beiden aus. Dennoch sollte offen damit umgegangen werden, dass die hohe Intimitat gerade in langeren Therapieprozessen ein intensives und vertrauensvolles Bearbeiten der psychischen Schwierigkeiten aufseiten der Klientinnen und Klienten erst ermoglicht. Dem therapeutisch auszuweichen ware genauso falsch wie ein ubergriffiges Verhalten. In bemerkenswerter Offenheit wenden sich Ilka Quindeau und Wolfgang Schmidbauer im Gesprach dieser diffizilen Problematik zu und pladieren dafur, die grosse zwischenmenschliche Nahe mit einer liebevollen Zuwendung von Klient/-in und Therapeut/-in zu nutzen, um den Klienten und Klientinnen Einsichten in sich zu ermoglichen. Sie betonen aber in aller Entschiedenheit auch die Notwendigkeit, bestimmte Grenzen strikt einzuhalten.
Geschichtskultur im Familienroman Am Beispiel meines Bruders. Das kulturelle Gedachtnis im Werk Uwe Timms
Essay aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Didaktik, Note: 1,7, Universit t Kassel (Fachbereich 05 Gesellschaftswissenschaften), Veranstaltung: Geschichtskultur als Konzept der Geschichtsdidaktik, Sprache: Deutsch, Abstract: "Erinnerung, sprich." Mit diesem Auszug aus dem gleichnamigen Werk Vladimir Nabokovs beginnt Friedhelm Marx seinen Beitrag ber Uwe Timms Werk "Am Beispiel meines Bruders," in welchem nach Marx die Erinnerung "selbst" zu Wort kommt und der Roman so der Gefahr entgeht die deutsche Vergangenheit zu banal oder gar nachl ssig zu behandeln.1 Doch was hei t im Fall von Timms Werk, dass die Erinnerung selbst zu Wort kommt? Durch die von ihm gew hlte literarische Form der Geschichts- und Erinnerungsverarbeitung kann die Vergangenheit nur "durch" den Autor sprechen und somit nur reflektiert und somit nur aus einer subjektiven Perspektive niedergeschrieben worden sein. Unter diesem Aspekt will die folgende Arbeit Bezug auf die Ausarbeitungen von Jan und Aleida Assmann nehmen, welche sich mit der Theorie des "kollektiven Ged chtnisses" von Maurice Halbwachs besch ftigen und diese um die Kategorien des "kommunikativen" und des "kulturellen Ged chtnisses" ausdifferenzieren.2 Anhand von Beispielen aus dem Roman soll analysiert werden, welche Ged chtnisformen bei Timm den berwiegenden Teil der Erinnerungen darstellen und ob eine Zuordnung des Werks zu einer der beiden Formen erfolgen kann. Hierzu soll die Suche nach der Identit t des Bruders betrachtet werden, da diese sich aus Erinnerungen verschiedenster Form (Erz hlungen der Eltern, eigene Erinnerungen sowie Briefe an die Familie und Tagebucheintr ge) zusammensetzt. Zudem soll ein berblick gewonnen werden, welches Bild der damaligen Generation und ihres Umgangs mit der NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit von Timm entworfen wird.