In einer klugen und weitsichtigen Personalpolitik sah ich die den Schl ssel zum Erfolg meiner Partei." Diesen Satz schrieb Helmut Kohl in seinen Erinnerung und machte damit deutlich, dass Personalpolitik unter seiner Regie nicht nur ein notwendiger Bestandteil der Politik war, sondern eine wichtige, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle spielte: Besonders strategischen Fragen und Personalentscheidungen habe ich von Anfang an die geb hrende Bedeutung beigemessen. .. Schlie lich wird Politik von Menschen gemacht, und es kommt wesentlich auf die Pers nlichkeit des einzelnen an, ob eine politische Position glaubw rdig und berzeugend vermittelt werden kann" schrieb Kohl weiter. Personalpolitik war f r Helmut Kohl also mehr als sein liebstes Hobby," wie Stefan Kornelius, Ressortleiter Ausland" der S ddeutschen Zeitung beobachtete. Schon zum Beginn seiner politischen Karriere hatte er sich in der Jungen Union (JU) ein Netzwerk gesichert und versucht, mit der JU-Gefolgschaft im R cken, voranzukommen. Dieser personenbezogene Politikstil zog sich durch seine ganze Karriere. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und die Leitlinien der Kohl'schen Personalpolitik herauszuarbeiten und diese anhand der Zusammensetzung seines ersten Kabinetts zu berpr fen. Als Kohl sein erstes Kabinett nominierte, kannte er seine zuk nftigen Minister schon lange. ber Jahre hatte er die Personalpolitik innerhalb der Jungen Union, der CDU, der CDU-Fraktion und auch in CDU-nahen Institutionen wie beispielsweise der Konrad-Adenauer-Stiftung beeinflusst, um f r den Fall der Regierungs bernahme ger stet zu sein.