Der Wandel des Bilds der Frau bleibt eine Herausforderung auch des 21. Jahrhunderts: Ihrer Emanzipation stellt sich eine Welt entgegen, die sie als Besitz betrachtet, ihren Kerker als "gottgewollt" ansieht. Auch Maria, dem vaterlosen Fl chtlingsm dchen, wird im Nachkriegsdeutschland das Frausein verwehrt. Doch der Einbruch einer fremden Welt befreit verdr ngte Bed rfnisse. Maria k mpft um Hosen und Lippenrot, gegen die Dem tigung f r ihr Geschlecht: Es geht nicht um Mode gegen "Nat rlichkeit". Es geht um Recht auf Fraulichkeit. Maria revoltiert, bricht aus dem Kerker "jungfr ulicher Tugend" aus. Die Romantrilogie "Maria" untersucht psychologische Bedingungen des Neuanfangs nach einer Katastrophe. Dieser zweite Band beschreibt, vor dem Hintergrund der 50er Jahre, Ursachen dogmatischer Frauenbilder und zeitbedingte Formen weiblichen Protests gegen ein berholtes Patriarchat. Er stellt ein Klischeebild in Frage, das in neuer Lust auf Weiblichkeit blo e R ckkehr des "Heimchens" zu erkennen glaubt.