...] Es ist interessant festzustellen, dass der Titel im Deutschen La Jalousie oder die Eifersucht" lautet. Hier wurde die Antwort, ob es sich im Buch um das Gef hl oder die Markise handelt zwar nicht vorweggenommen, er weckt aber das Bewusstsein f r das Vorhandensein der begrifflichen Mehrdeutigkeit deutlicher als im Franz sischen. Benennt der Titel ein Gef hl, dann w re ein Buch zu erwarten, das sich mit dem seelischen Zustand der Eifersucht auseinandersetzt. Wom glich w rde es Schilderungen menschlicher Beziehungen und ihr Schicksal in Hinsicht auf Leid wegen der Starrheit und Fixiertheit des Bewusstseins, aufgrund von emotionaler Abh ngigkeit vom geliebten Menschen enthalten.Benennt der Titel aber den Gegenstand der Jalousie als Sichtschutz, dann d rfte ein eher sachliches Buch, getragen von objektiven Beschreibungen zu erwarten sein. Welche Jalousie" nun gemeint ist, ist die grundlegende berlegung, die der Leser anstellt, bevor er auch nur die erste Seite zu lesen anf ngt. Hierbei wird nach dem Ausschlussprinzip verfahren. Entweder ist es das Gef hl, oder der Gegenstand. Von der ersten bis zur letzten Seite behandelt der Roman das Thema der Eifersucht. Es gibt keine Szene, die nicht mit ihr in Verbindung gebracht werden k nnte. Auf der anderen Seite verliert er aber kein Wort ber den seelischen Eifersuchtszustand, sondern liest sich, die Beschreibungen der darin vorkommenden Menschen in ihrer u eren Erscheinung, ihrem Habitus und Verhalten ausgenommen, wie eine reine Baubeschreibung, mit der vom Autor scheinbar selbst verordneten Pr misse n chterner Objektivit t. Es gibt keinen roten Faden der Handlung, der den Leser durch den Roman hindurchf hrt. Es handelt sich um reine Objektzustandsbeschreibungen. Einer Fotografie gleichsam sind die einzelnen Szenen penibel dargestellt und exakt gefasst, dass bei ihrer Aneinanderreihung das Gef hl evoziert wird, als ob man einen Film betrachten w rde. Durch die exakte Beschreibung der Szenerie und der Umgebung,