Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Filmwissenschaft, Note: 1,0, Hochschule f r Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltlich geben die Filmemacher vor, historisch belegt den rasanten gesellschaftlichen Aufstieg des Frankfurter Bankiers Jud S Oppenheimer (geboren Ende des 17. Jahrhunderts, gestorben am 4.02.1738) am Hof des Herzogs Karl Alexander von W rttemberg zum Finanzminister bis hin zu seinem Tod am Galgen nach zu zeichnen. Die Ausarbeitung und Gestaltung des gesamten Films gibt sich hierbei von den Machern gewollt gro e M he, an Hand der Figurenzeichnungen den Antisemitismus des nationalsozialistischen (im Folgenden: NS-) Regimes nachvollziehbar und sympathisch als einzig vern nftige Reaktion auf die "Gefahren des Weltjudentums" und der "Rassenschande" aufzuzeigen. S mtliche Frauenfiguren in "Jud S " dienen vornehmlich einer Flankierung und Best tigung der handelnden m nnlichen Figuren in ihren Rollenbildfunktionen. Sie alle beg nstigen und erm glichen durch Naivit t, Verf hrbarkeit und ihren fehlenden antisemitischen Instinkt den schnellen und f r die Stuttgarter Bev lkerung unerfreulichen Aufstieg des Bankiers Jud S Oppenheimer zum Finanzminister am Hofe Karl Alexanders, der sich auf Kosten der "einfachen Leute" massiv bereichert, den Herzog manipuliert, die Landst nde aufl sen l sst und sich mal mit Schmeicheleien, mal mit Gewalt die arischen Frauen W rttembergs sexuell gef gig macht oder dem Herzog als Zuh lter zuf hrt. Alle diese Figuren, selbst die Komparsenfiguren, werden von M nnern gelenkt und gema regelt. Als weibliche Hauptfigur verk rpert Dorothea Sturm durch ihre Fehler und Schw chen - die die Geschichte zu ihrem dramatischen H hepunkt (ihrem Selbstmord, der die Revolution voll ausbrechen l sst) f hren - das Bild einer Frau, wie die vorbildliche arische Deutsche im Dritten Reich nicht zu sein habe, da ihr sonst der Untergang droht und sie durch ihr Fehlverhalten die Situation versc