Essay aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, University of Kent (School of German), Veranstaltung: The Lyrik Imagination, Sprache: Deutsch, Abstract: Georg Heyms "Der Gott der Stadt" ist eines der Gedichte, welche die vom Titel ihres Gedichtbandes "Der j ngste Tag" erweckte Erwartung auf Kontinuit t mit d steren Untergangsszenarien entt uschen, und, neben "Die D monen der St dte," den "Berlin"-Gedichten oder "Die Vorstadt," das Leben in einer Metropole abbildet. Als Werk des Fr hexpressionismus ist "Der Gott der Stadt" nat rlich auch von anderen Motiven beeinflusst, darunter die nicht-mimetische Darstellung der Wirklichkeit, die Sehnsucht nach dem Untergang als Vorstufe zu einem neuen Menschenbild und das Beherrschen der Natur dank technischen Fortschritts. Dieser hier angedeutete Kontext bildet den Rahmen f r den folgenden Kommentar von "Der Gott der Stadt," in welchem das Gedicht als eine Einheit aus Form und Inhalt erschlossen werden soll. Dabei ist es notwendig, so genau wie nur m glich jedem einzelnen der "wilde n], harte n], erbarmungslose n] T ne, welche aus diesen Zeilen" klingen (Balcke), zu lauschen, um am Ende der Intention des gesamten Textes vielleicht etwas n her zu kommen.