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1000 tulosta hakusanalla Jakob Julius David

Schuß in der Nacht

Schuß in der Nacht

Jakob Julius David

Culturea
2022
pokkari
Zu Mitternacht war ein Schu gefallen. Ein schrecklicher Schrei war ihm gefolgt. Das ganze Haus, dies alte, dumpfe Haus mit ausgetretenen Stufen, mit rundlaufenden G ngen, die in der Luft schwebten, auf denen eines dem anderen so bequem in die K che gucken konnte, hatte er aufgeschreckt. Denn jenes Hin- und Widerlaufen begann alsbald, das jeder von uns kennt und das mindestens in einem b sen Traume jeden schon einmal verst rt hat. Das Schlo tat sich auf, Stimmen wirrten durcheinander; aus der Wohnung, die mit eins berf llt war, drang Gezeter, Kreischen, St hnen, gelles Aufschreien. B nglich horchten die Nachbarinnen, die nicht mehr Raum gefunden, darauf, auf das Schieben und Heben von etwas Schwerem, sehr Unbeholfenem im Zimmer.
Die Troika

Die Troika

Jakob Julius David

Culturea
2022
pokkari
Wir hatten uns in Rom in der Karwoche kennen gelernt. Nun schlie t man nirgends so leicht Bekanntschaft, als in Rom. Nirgends so leicht, so herzlich und wieder so fl chtig. In einer erh hten Stimmung, voll dunkler Ahnungen, Sehns chte und Erwartungen betritt man den Boden der Ewigen Stadt. Als st nde man vor tausend Erf llungen. Sie werden doch auch einem jeden. Nur einem jeden anders, als er sich's vorher gedacht. So verhei t nur noch das Leben. Und nur noch das Leben selber gibt in hnlicher Weise und F lle. Es kommt alles; nur wider alle Berechnung und gegen jede Vermutung. Ist es aber einmal da, so begreift man, es h tte nur so und sonst in keiner Weise in Wirksamkeit treten k nnen und d rfen, als es geschehen ist. Freilich braucht es manchmal Zeit, ehe einem diese Notwendigkeit einleuchtet. Und dann hadert man und m chte verzagen. Vor dem Leben, wie vor Rom. Dazu der unendliche Zusammenflu von Menschen in dieser einen Stadt und just um diese Zeit des Jahres. Sie berf llen zu gewissen Stunden den Korso mit ihrem Leben, ihrem nicht immer sehr r cksichtsvollen Italienisch, ihren fremden Sprachen; benehmen sich laut und wie zu Hause in den stolzen Pal sten der r mischen Nobilit t. Und wieder zu andern Stunden schw rmen sie aus. Sie berfluten die Galerien und Sammlungen; mit klappenden Tritten verjagen sie die Andacht aus den Kirchen; sie dringen in die Kampagna und scheuchen die heilige Stille, die sonst, dem braunen Rebhuhn gleich, sich an ihren Boden schmiegt. Es ist nicht anders, als w r' in ein Rudel recht gieriger Hunde von allen Gattungen und Temperamenten ein t chtiger Brocken Fleisch geworfen worden. Jeder schnappt, schlingt gierig und sucht in seiner Art mit seinem Bissen fertig zu werden, sein St ck Rom sich zuzueignen und es zu verdauen. Nur freilich - Rom bleibt intakt dabei.
Die Tochter Fortunats

Die Tochter Fortunats

Jakob Julius David

Culturea
2022
pokkari
Unter allen Geschlechtern Ravennas konnte sich kein einziges in irgend einem Betracht mit den Malespina vergleichen. Ihr Reichtum berstieg alles Ma ; ihr Adel war so alt und ihr Blut so rein, da kein anderer Stamm neben ihnen genannt werden durfte. Mit dem Hause der Da Polenta waren sie nahe verwandt; so teilten sie die Macht der Gewaltherren, dann freilich auch den allgemeinen Ha , als die Zwingherrschaft gefallen war und nur noch die Malespina brig blieben und alle berragten und allen bedrohlich waren durch die Gr e ihrer Sch tze und das Finstere ihrer selbstgen gsamen Sinnesart, die sie verhinderte, etwas zu tun oder auch nur zu versuchen, was die Abneigung ihrer Mitb rger vermindern gekonnt h tte. Am h chsten gestiegen waren die Habe und das Ansehen des Hauses unter Herrn Guido dem Alten, dem Schwestersohne Guido da Polentas. Herr Guido hatte sechs S hne, von denen der lteste nach ihm benannt war, w hrend der letzte Fortunatus hie . Nur diese zwei blieben ihm; fast zu M nnern erbl ht, hatte ihm der Tod die anderen genommen. Um diese nun trauerte er so unm ig, da er dar ber lange Zeit nicht achtete, wie zwischen Guido und Fortunatus ein immer heftigerer Ha mit den Jahren gro wuchs. Gleich allen Malespina hatte auch Herr Guido der Alte ein schweres Herz. Sein Sinn war vergangenen Leiden verpf ndet; die Zukunft erschien ihm immer bedrohlich, und die Schatten, die sie vorauswarf, verd sterten so sehr seine Seele, da ihm die Gegenwart, ihr Genu und selbst der Mut des Handelns dar ber verloren gingen. Er erkannte wohl, da die Feindseligkeit der Br der den Fortbestand des Geschlechtes bedrohe, welches durch das belwollen aller Ravennaten ohnedies schon genug gef hrdet war. Dem vorzubeugen aber reichte seine Kraft nicht aus. Auch h tte da keine Abwehr frommen k nnen; denn die beiden waren zu ungleich geartet, und kaum je hat ein widerstrebenderes Br derpaar auf dieser Erde geweilt als Guido, der rohe, kraftvolle Freund der Schenken von Classis, und Fortunat