Der Begriff der Macht bei Hannah Arendt, analysiert von Jürgen Habermas
Kevin Francke
Grin Verlag
2007
pokkari
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Note: 2,0, Carl von Ossietzky Universit t Oldenburg, Veranstaltung: Grundbegriffe der Politikwissenschaft, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff der Macht ist ein nicht leicht zu fassender. Nach Hannah Arendt vermischen viele gro e Denker den Begriff der Macht mit dem der Gewalt1. Die weithin anerkannte Definition von Macht bei Max Weber sieht diese als "Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht "2. Weber setzt schon ein Ziel, das es zu erreichen g be voraus und argumentiert in eine andere Richtung als Arendt. Zudem bleibt er so ungenau, dass diese Definition ebenso dem Gewaltbegriff Arendt entsprechen k nnte. Neben Max Weber zitiert Hannah Arendt zur Veranschaulichung C. W. Mills, der Gewalt als "aufs h chste gesteigerte Macht" bezeichne 3. Wie wir sehen werden, funktioniert diese Verbindung nach Arendts Definitionen nicht. Und Jouvenel rechne zum Wesen des Staates den Krieg; bei Arendt sei Staat aber der blo e berbau aus Gesetzen und Institutionen, welche durch legitime Machtverh ltnisse entstanden seien, und daher Gewalt als Wesenseigenschaft von vornherein ausgeschlossen4. J rgen Habermas hat Arendts Begriff von Macht grundlegender analysiert und kommt zu dem Schluss, dass dieser vor allem normativ gedacht werden muss. Daher kann er nicht empirisch an bestehenden Machtsystemen gepr ft werden. Ein Ph nomen wie strukturelle Gewalt kann daher in ihrem Verst ndnis nicht existieren. Es soll mit dieser Arbeit unter Zuhilfenahme einer Abhandlung zu Macht von J rgen Habermas Hannah Arendts Begriff der Macht - auch in Abgrenzung zu dem der Gewalt - dargestellt werden. In der Realit t wird dieser wohl in der Reinheit nicht anzutreffen sein, was Arendt auch selber zugibt5. Doch mit einer Begriffsdefinition, die das eigentlich Wesen