Erz hlt wird eine Familiengeschichte aus der deutschen Kriegs- und Nachkriegszeit, bis in die Jahre des Wirtschaftswunders, bis zum Ausbruch der jungen Frau in die Welt. Das heranwachsende M dchen erlebt die Kriegszeit intensiv: Fluchtbewegungen, Verluste - insbesondere des gefallenen Vaters - Tr mmerfelder, Hunger und Armut. Die mit f nf Kindern allein gelassene Mutter und das bildungsb rgerliche Milieu in Frankfurt geben wenig W rme, Halt und Orientierung. Die genaue Wahrnehmung des Kindes ist sensibilisiert durch das Gef hl des Andersseins. Ein starkes Hautekzem, schmerzhafte Behandlungen und ein Jahr Einsamkeit im Kinderheim hinterlassen Spuren. Auch in der Zeit des Wirtschaftswunders bleibt die Familie mittellos, aber stilvoll mit Fl gel und Bibliothek, mit offenem Haus f r kulturelle Kontakte und dem Gef hl "etwas Besseres" als die Neureichen zu sein. F r eine musische Bildung ist im Freundes- und K nstlerkreis gesorgt. In eine weiterf hrende Schul- und Ausbildung wird allerdings nur f r die Br der investiert, sie sollen den verlorenen Status der Mutter und der angesehenen Frankfurter Familie wiederherstellen. Die Heranwachsende reagiert mit Renitenz, was zum Schulverweis f hrt. Auf ihre Fragen erh lt sie keine Antworten, leidet unter dem Wegdenken, Wehf hlen, Wegschauen in der Familie und im Nachkriegsdeutschland. Das Gef hl, nicht mit heiler Haut davongekommen zu sein, ist st ndiger Begleiter. Sie gibt die Hoffnung auf Liebe, Zuwendung und F rderung in der Familie auf und geht in die Welt, als Aupair-M dchen nach Irland und England, dann nach Paris, wo sie zun chst eine eigene Familie und sp ter eine eigene Firma gr ndet. Inka Postrach