Narrative Verhandlung über die Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman "Der Erwählte"
Willy Schlegel
Grin Verlag
2012
pokkari
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Allgemeines, Note: 1,0, Universitt Leipzig (Germanistik), Veranstaltung: Thomas Manns mythisierende Erzhlprosa, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie stehe ich eigentlich zu Inzest? Diese Frage sollte sich der Rezipient vor dem Zu-Gemte-Fhren des "Erwhlten" stellen. Ist es verwerflich? Ist es natrlich? Was ist natrlich? Etwa alles, was die Natur zulsst? Und dann frage ich denselben Rezipienten noch einmal nach der Lektre des "Erwhlten." Wie stehen Sie zu Inzest? Er wird ins Stocken kommen, lnger berlegen mssen als vorher. Ist Inzest verzeihbar? Sicher nicht, es ist eine Snde. Doch kann der Snder begnadigt werden? Und wenn ja, wie? Im Folgenden mchte ich eine kritische Auseinandersetzung ber die Mann'sche Idee von Snde und Gnade im "Erwhlten" darlegen, die einen zentralen Aspekt im Werk Thomas Manns ausmacht und sich in besonderem Mae in der "Josephus-Trilogie" sowie dem unmittelbar vorher verfassten "Doktor Faustus" wiederfinden lsst.