Europa war im Mittelalter gepr gt von mehreren gro en Hungerkrisen, die den Bev lkerungszuwachs merklich stagnieren lie en oder gar zu r ckl ufigen Entwicklungen f hrten. Diese Krisen, die haupts chlich enorme Auswirkungen auf die von der Landwirtschaft abh ngigen Bev lkerungsschichten hatten, traten in unregelm igen Abst nden in Mitteleuropa auf. Zu den gr ten Agrarkrisen z hlen die Jahre um 1571/74, um 1771/72 und die Krise der Jahre 1816 und 1817. Diese wird auch als die letzte gro e Subsistenzkrise in Mitteleuropa angesehen. Das Jahr 1816 wird oft auch als das Jahr ohne Sommer" bezeichnet, in den USA tr gt es den bezeichnenden Namen Eighteen hundred and froze to death" . Ausgel st wurde die Hungerkrise durch einen lang anhaltenden Winter im Jahre 1816, selbst die Sommermonate kennzeichneten sich durch kurze aufeinander folgende Wetterumschw nge aus. Schnee und Frost wechselten sich mit lauer Luft, Tauwetter und st rmischen Regen ab. Dadurch verz gerten sich die Ernten, falls sie berhaupt einen Ertrag abworfen. Denn das schlechte Wetter f hrte in vielen Teilen des mittleren Europas dazu, dass das Obst ...] nicht reif, die Kartoffeln blieben zur ck und mit dem schwindenden Futterwert des Heus durch die st ndigen Niederschl ge ging auch die Milchleistung der K he zur ck." All diese Faktoren f hrten in den Jahren 1816 und 17 zu einem R ckgang der Ertr ge der Kulturpflanzen, dies wiederum erh hte die Preise f r Nahrungs- und Futtermittel. In den Teuerungsjahren waren Preissteigerungen von ber 400 Prozent keine Seltenheit, vorallem in den im Binnenland gelegenen D rfern und Ortschaften. Die Getreidepreise, die erst seit 1816 wieder regelm ig notiert worden sind, demonstrierten den Krisenverlauf: Seit 1817 fielen die Getreidepreise bis zu ihrem Tiefpunkt im Jahre 1825, wo sie nur noch 23% ihres Standes von 1817 betrugen." Um die Auswirkungen der gro en Subsistenzkrisen in vollem Ma e verstehen zu k nnen, ist es notwendig die wirtschaftlichen, gesellschaftl